Strassenbriefe

Uniproteste : bundesweiter Aktionstag 5.11.2009 – BikeBlock in Wien

UNI-PROTESTE

www.unsereuni.at

Es bewegt sich was !! Es tut sich was !! Am Donnerstag dem 5.11.2009 findet ein Aktionstag bundesweit statt. In Wien wird es ab dem Vormittag punktuelle Aktionen geben.  Lehrende und SchülerInnen solidarisieren sich und am Nachmittag wird es wieder eine grosse Demo geben.  In allen Landeshauptstädten werden Aktionen stattfinden. Informiert euch und entscheidet ob ihr euch solidarisieren und daran teilnehmen wollt !!

Die Proteste und Solidarisierungen gehen mittlerweile in der zweiten Woche der Proteste und Unibesetzung weit über die Studierendenschaft hinaus. Es gibt Solidarisierungen durch SchülerInnen, LeherInnen, ArbeitnehmerInnen, Gewerkschaften, national und international. Auch viele MitfahrerInnen der CM solidarisieren sich, sind Teil der Aktionen auf den Unis, nehmen bei den Plenas im Audimax teil bzw. sehen den Livestream und werden bei der Demo in Wien am Donnerstag voraussichtlich einen grossen und lauten und friedlichen und kraftvollen Bikeblock bilden !!  Details folgen hier !!

28.5.2009 : wien – gespräch mit der polizei

DSC_0332 net.jpgNach der letzten Criticalmass am 15.5.09 gab es von Seiten der Polizei den Wunsch nach einem Gespräch mit einem Teilnehmer der Criticalmass. Peter von der IG-Fahrrad hat diesen Termin wahrgenommen. Die Polizei hatte bei der letzten CM den Eindruck dass es eine kleine Gruppe von MitfahrerInnen gibt, denen es nur um unnötige Provokation von Polizei und AutofahrerInnen geht (zB angeblich sind wiederholt Sätze wie “Polizei ist Scheisse” gefallen) und nicht um das was CM für uns ausmacht : friedliches kraftvolles uns selbstbewusstes Raumnehmen in der Stadt und gemeinsames Radfahren ohne Angst vor der Autodominanz. Weiterlesen: ‘28.5.2009 : wien – gespräch mit der polizei’

Wien: offener Brief zum Thema Radtote und Alibi-Radgipfel

Angesichts der drei in den letzten 10 Tagen von Autos/LKWs übersehenen und getöteten RadfahrerInnen in Wien erfolgt nun die erwartbare Politikredaktion. Einerseits ein Alibi-Radgipfel mit den Autolobbyisten und Nicht-RadexpertInnen, denen wir die hohe Gefährdung und den niedrigen Radverkehrsanteil in Wien zu verdanken haben und anderseits die übliche Tatsachenverdrehung, die anstatt mehr Akzeptanz und Rücksicht für Radfahrer ein Tempolimit für RadfahrerInnen fordert. Darum haben 74 Wiener RadfahrerInnen den nachfolgenden Protestbrief unterzeichnet, der als offener Brief an die angführten Politiker und Medienstellen verschickt wird. Weiterlesen: ‘Wien: offener Brief zum Thema Radtote und Alibi-Radgipfel’

Ziel: Gefühl für den öffentlichen Raum bekommen. Und diesen zurückzuerobern.

Einen sehr guten Artikel über CM gabs in der Septemberausgabe der Printzeitung MOMENT.  Eigentlich eine “Menschenrechtsgazette” (Eigendefinition) beschäftigt sich die Zeitung naturgemäss auch intensiv mit Fragen von Raum, Freiraum und Rechten darauf. Gefällt uns :) http://moment.at/stories/2082/

Wien: 6.9.2008 Demonstration – §278a abschaffen!!

Wien: Demonstration – §278a abschaffen! Stopp der Kriminalisierung von politischen AktivistInnen!

Aufruf zur Großdemonstration gegen die Beugehaft gegen TierrechtsaktivistInnen und für die Abschaffung der Kriminalisierungsparagraphen §278 (Kriminelle Vereinigung); §278a (Krimi­nelle Organisation) und §278b (Terroristische Vereinigung). Samstag, 06. September 2008 *** Auftaktkundgebung: 14 Uhr – Justizministerium *** Route: Landesgericht – Innenministerium *** Abschlusskundgebung: 16:30 Uhr – Ballhausplatz. Der österreichische Staat hält seit 21. Mai 2008 zehn TierrechtsaktivistInnen gefangen (lediglich einer von ihnen wurde am 13. August zumindest vorübergehend aus der Haft entlassen). Der abstruse Vor­wurf: Sie seien Mitglieder einer kriminellen Organisation (§278a Strafgesetzbuch). Mit diesem Vorgehen sollen unangenehme politische AktivistInnen kriminalisiert werden. Dieser Vorwurf kann uns alle treffen, ob NGO, politische Initiative oder einfach AktivistIn. Polizei und Staatsanwaltschaft können keinen einzigen konkreten Tatvorwurf gegen eine/n der zehn Tier­rechtsaktivistInnen vorbringen. Auch die vollständige Akteneinsicht wird den AktivistInnen und ihren An­wältInnen immer noch verwehrt, trotzdem sitzen diese seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft. Die AktivistInnen sehen sich mit einer doppelt absurden Situation konfrontiert:
  • In den ihnen bekannten Akten werden ihnen keine Vorwürfe gemacht, die sie entkräften könnten, weil keine konkreten Vorwürfe gegen sie enthalten sind.
  • Etwaige konkrete Vorwürfe, sollten solche in den restlichen Akten enthalten sein, können sie nicht ent­kräften, weil sie ihnen nicht bekannt sind.
  • Der Paragraph 278a wird zur Erbringung von Erkundungsbeweisen und zur Durchsetzung einer Art Beu­gehaft missbraucht. Erschreckend ist, dass Polizei und Staatsanwaltschaft mit solchen Mitteln vorgehen, noch erschreckender ist, dass das Landesgericht Wiener Neustadt und das Oberlandesgericht Wien dieser Argumentation folgen und den willkürlichen Freiheitsentzug aufrechterhalten und am Schlimmsten ist, dass die verantwortlichen PolitikerInnen zunächst Platter, jetzt Fekter (beide ÖVP) und Berger (SPÖ), den Mund halten und dieses Vorgehen billigen. Die lange Untersuchungshaft wurde bisher mit Verdunkelungsgefahr begründet: Die zehn Verhafteten hätten sich durch die Verschlüsselung von Mails schon bisher von Strafverfolgung abzuschirmen versucht; und mit Tatbegehungsgefahr: Die zehn seien schon länger in der Tierrechtsszene aktiv und es sei davon auszugehen, dass sie es wieder sein werden. Die Justiz stellt damit demokratische Mittel als Indizien für kriminelles Handeln dar. Im Zusammenhang mit der Konstruktion einer kriminellen Organisation, führt dies zu einem völlig unverhältnismäßigen, nicht gerechtfertigten, Freiheitsentzug. Der Paragraph 278a und mit ihm auch seine kleinen und großen Geschwister 278 (Kriminelle Vereini­gung) und 278b (Terroristische Vereinigung) sind aber an und für sich sich missbrauchsanfällig. Sie sind so formuliert, dass sie, wenn willfährige PolizeibeamtInnen, Staatsanwält-Innen und RichterInnen am Werk sind, zur Kriminalisierung von politischem Aktivismus herangezogen werden können. Das österrei­chische Strafgesetz sieht für alle im Raum stehenden Taten eigene Straftatbestände vor: Wer eine Brand­stiftung begeht kann wegen Brandstiftung verfolgt werden, wer eine Sachbeschädigung begeht, wegen Sachbeschädigung, wer eine Nötigung begeht, wegen Nötigung. Es braucht keine Kriminalisierungspara­graphen, mit denen das Erfordernis des konkreten Tatvorwurfs umgangen werden kann und mit dem dra­konische Strafen für nichts und wieder nichts gerechtfertigt werden sollen. Wenn vorgeworfen wird, dass es ein Ziel einer Organisation ist Einfluss auf Politik und Wirtschaft auszuü­ben, wenn die politische Vernetzung mit anderen Personen und Initiativen vorgeworfen wird, wenn der Besitz von Demomaterialien vorgeworfen wird dann gilt: Kriminalisiert werden der politische Aktivismus und das Engagement für eine radikaldemokratische Gesellschaft. Getroffen hat es wenige – Gemeint sind wir alle! Deshalb fordern wir:
    • Sofortige Beendigung der Beugehaft gegen die TierrechtlerInnen!
    • Abschaffung der Kriminalisierungsparagraphen 278 (Kriminelle Vereinigung), 278a (Kriminelle Organisation) und 278b (Terroristische Organisation)!
    • Abschaffung der Antitierschutzsonderkommissionen der Polizei!
    • Freiheit für alle politischen Gefangenen!
    • *** Nach der Demo gehts zum Solistraßenfest vor dem Kindercafé LOLLIGO (Fischerstiege – 1010 Wien). ***

    Wiener Ghostbike wieder demontiert

    DSCN2811Die Stadt Wien duldet scheinbar keine Hinweise auf tödlich verunglückte RadfahrerInnen in der Stadt. Das im Juli aufgestellte Ghostbike ist in den Tagen vor dem 10.8. wieder entfernt worden.

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