»Immer mehr Rowdys auf Fahrrädern unterwegs« - so lautet heute die Überschrift eines Beitrags in dem Gratis-Erwachsenen-Mickey-Mouse-Blatt »Österreich«. Es wird dabei eine ÖAMTC-Studie herangezogen und dann im Beitrag ordentlich ausgeschlachtet.
Zunächst bin ich doch einigermaßen getroffen und leicht empört, aber dann folgen entsprechende Gedanken und somit eine gewisse Ernüchterung. Es steht nichts in diesem Beitrag, was ich nicht selber Tag für Tag beobachten kann. Die Art des Berichts ist halt in bestem Kronenzeitung-Stil, dies macht aber den Inhalt nicht weniger wahr.
Egal ob es um den mp3-Walkman oder Handybetrieb geht, um fehlende Handzeichen oder das ignorieren von roten Ampeln - wenn sich gegen Ende des Beitrags der ARGUS-Sprecher mit den Worten »...gibt es auch unter den Radfahrern einige wenige, die sich nicht an die Regeln halten« über die vorgebrachten Vorwürfe ärgert, so kann ich ihm dabei nicht folgen. Die einigen Wenigen sind nach meinen Beobachtungen jene, welche sich an die Regeln halten.
Schon alleine die Tatsache, dass es eine Diskussion in einem thread dieses Forums darüber gibt, warum denn bei einer kommenden CM-Fahrt nicht das eine oder andere Bierchen getrunken werden sollte, beweist mir die prinzipielle Richtigkeit des ekelhaften Artikels. Und dies stimmt mich dann eher ein wenig traurig.
Kopenhagen ist doch sehr weit weg...