...irgendwie nicht ganz so nett, wie sonst.
Zwei Punkte sind mir besonders aufgefallen:
1.) Durch die Polizei fühlte ich mich dieses Mal eher gefährdet, denn beschützt. Wenn sie wissen, dass wir Einsatzfahrzeugen Platz machen - und dann durch Einsatz des Folgetonhorns an der CM vorbeirasen möchten, dann bringt das keine richtige Freude. Überhaupt hatte dieser Großeinsatz an Fahrzeugen eher was von einer Demo der Rechten, die man vor den Menschen abriegeln muss. Am Ende der CM durfte ich einem recht bezeichnenden Gespräch zwischen einem jungen Polizisten und einem jungen Mann beiwohnen:
Junger Mann: »Was ist denn das?«
Polizist: »A Demo!«
Junger Mann: »Wofür?«
Polizist (genervt): »Was i a net!«
2.) Der Fahrer eines »Soundmobils« trägt eine ziemlich große Verantwortung. Mit dem, was er spielt, sendet er ein Signal an Außenstehende, welches - da sich die Masse an Zusehern nicht darüber im Klaren ist, was da wirklich los ist - in diesem Moment für die ganze CM steht. Egal, wie der Musikgeschmack des Fahrers auch aussieht, nach meiner Meinung sollte diese Beschallung a) freundlich, fröhlich und positiv klingen und uns alle ein wenig anfeuern und »happy« stimmen und/oder b) zumindest etwas mit dem Radfahren zu tun haben (was zugegeben nicht ganz einfach ist).
Bei der gestrigen CM sah ich auch drei Soundmobile, welche dies wirklich gut vollbrachten.
Ein viertes (Rucksack-Soundmobil) hatte nur jenen computergenerierten Kinderlärm parat, der gänzlich ohne Musiker auskommt und den ich auf der Strasse aus jedem GTI-ZX-180PS-weiß-der-Teufel-was Flitzer höre. Und das dank extremer Übersteuerung und/oder leeren Akkus in einer atemberauben miesen Tonqualität. Dafür aber laut.
Meiner Meinung nach sollte die CM nach Aufmerksamkeit und Anerkennung bei einem möglichst großen Teil der Bevölkerung suchen, inkl. »älterer« Leute - dazu sollte irgendwie auch die Musik/Stimmung passen.