Fortsetzung der Diskussion der Kommentare zur CM im Mai (coole CM):
Das beste Argument für die gesamte Fahrbahn wären viele TeilnehmerInnen, die in Linz aus welchen Gründen auch immer aber ausbleiben. Die Stadt und die Polizei scheint die Mass mittlerweile zu tolerieren, es gäbe genug Info (Flyer, Plakate), es wissen sehr viele Leute, dass es diese gemeinsame Ausfahrt gibt- und es kommen trotzdem nur 20 bis max. 50 Leute (letzteres stellt die Ausnahme dar), wenn´s kalt wird, auch mal drunter. Entweder wird diese Form der Artikulation in Linz nicht aufgenommen (geringer Radfahranteil; geringe Bereitschaft, statt nur zu schimpfen, Verbesserungen tatsächlich einzufordern; keine Lust an einer derartigen Form der Gemeinsamkeit(dieser letzte Punkt ist mir beispielsweise auch wichtig). etc. etc....) oder es gibt andere Gründe, vielleicht auch eine Mischung.
Ad Lust am Radfahren: das letzte mal war´s nicht lustig, siehe von Natascha geschilderte Zustände. Es ist erschreckend, wie wahnsinnig einige Autofahrer agieren. Dort, wo wir eine Fahrbahn freilassen konnten, ist die Situation deutlich entschärft worden. Auch ich möcht nicht Zeuge eines Frontalzusammenstosses zweier PKW oder Betroffener eine Kamikaze Aktion eines Autofahrers, der in die Mass rast, werden.
Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Grund für die schwachen Teilnehmerzahlen diese angespannte Stimmung ist. Wo wir die verhindern können, sollten wir das tun, bis wir mehr sind.
Die Saat einer sehr radfahrfeindlichen Politik in Linz geht offensichtlich immer mehr auf. Radfahrer werden in Linz noch mehr als früher vom motorisierten Verkehr als reines Hindernis empfunden, die Hemmschwelle, Radfahrer zu beschimpfen und -in seltenen Extremsituationen- auch anzugreifen, sinkt. Die Stadt tut wenig bis nichts, um dem gegenzusteuern. Breite, schnelle Einfallstraßen zu bauen und den Radverkehr mit langen Rotphasen und verwinkelten Wegen eindämmen zu wollen, ist eine furchtbar rückschrittliche Politik und setzt das Signal, dass Radfahrer zu warten haben und den Verkehr nicht behindern sollen. Ich bin mir bewußt, dass ich mit Radfahren eine fortschrittliche und fördernswerte Art der Fortbewegung gewählt habe und will mir das nicht gefallen lassen und werd nach wie vor einmal im Monat zeigen, dass wir auch Verkehr sind, wen wir viele sind, auf der gesamten Fahrbahn!
Am Montag, den 6.7.09, findet im alten Rathaus ab 18:30 eine Veranstaltung der I-Fahrrad (Interessensvertretung Fahrrad) statt, dort diskutieren unter anderem Baustadtrat Luger und Mobilitätsstadtrat Himmelbauer am Podium und mit Publikum zur Situation der Radfahrer. Bitte kommen!