Einen schlechten Artikel über die angestiegene Zahl von getöteten Radfahrern findet man derzeit auf orf.at
Leider wird die Schuldfrage nur den Radfahrern zugewiesen und nichts über die Tötenden (Autofahrer) selbst geschrieben.
http://oesterreich.orf.at/stories/321252/
Ein Drittel mehr getötete Radfahrer
Einen dramatischen Anstieg registriert die Statistik Austria bei der Zahl tödlich verunglückter Radfahrer: Von Jänner bis September starben 44 Radler, 2007 waren es im Vergleichszeitraum um elf Opfer bzw. 33 Prozent weniger.
Dieser Wert lag zuletzt im Vergleichszeitraum 2004 höher.
Verkehrstote von Jänner bis SeptemberVeränderung 2007/2008 in Prozent
Die meisten in Niederösterreich
Der Großteil der verunglückten Radfahrer entfiel mit 70 Prozent auf drei Bundesländer: In Niederösterreich gab es 14 Tote, in Oberösterreich waren zehn und in Salzburg sieben Opfer zu beklagen. Auch bei den Schwächsten im Straßenverkehr, den Fußgängern, gab es laut Statistik mit 71 Verkehrstoten einen deutlichen Anstieg der Opferzahl (plus 16,4 Prozent).
"Entspricht der statistischen Schwankungsbreite".
KfV: "Kein Grund zur Beunruhigung"
Für das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) sind diese Zahlen kein besonderer Grund zur Beunruhigung: "Das entspricht der statistischen Schwankungsbreite, besonders da die Zahl der verletzten Radfahrer heuer rückläufig ist", sagte Klaus Robatsch, KfV-Leiter der Region Ost.Zudem sei man wie auch bei den Motorradfahrern stark vom Wetter abhängig - scheint die Sonne, schwingen sich mehr Menschen auf das Zweirad.
Problem: Sichtbarkeit.
Risiko minimierbar
Das Risiko, mit dem Fahrrad zu verunglücken, könne mit einfachen Maßnahmen stark gesenkt werden, so der ÖAMTC. "Radler sollten neben der gesetzlich vorgeschriebenen Beleuchtung und den Reflektoren am Fahrrad auch zusätzlich an der Kleidung und am Radhelm Reflektoren anbringen", so Willy Matzke. Ab Einbruch der Dämmerung empfiehlt der Fachmann, zusätzlich eine Warnweste zu tragen. Tagsüber erhöhe "Licht am Tag" auch bei Radfahrern die Sichtbarkeit."Die Gefahr, von anderen Verkehrsteilnehmern nicht oder zu spät wahrgenommen zu werden, erhöht sich, wenn Radler sich vor Kreuzungen an stehenden Autos vorbeischlängeln. Dadurch 'verschwinden' sie im toten Winkel, was bei einem nachfolgenden Abbiegemanöver fatale Folgen haben kann", so Matzke mit Blick auf die schweren Unfälle zwischen Lkws und Radfahrern. Diese sollten sich daher nach Möglichkeit mit deutlichem Abstand vor oder hinter einem Lastwagen einreihen, aber niemals direkt daneben.
Eine weitere Gefahr ortet der ÖAMTC bei ungeregelten Radfahrüberfahrten. Diese dürfen laut Gesetz von Radfahrern mit maximal zehn km/h und nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für dessen Lenker überraschend befahren werden.