Die Grünen wollen den Wiener Ringradweg neu gestalten. Artikel dazu im Kurier:
Grüne wollen Ring-Radweg neu gestalten
Christoph Chorherr kündigt eine Neugestaltung des Ring-Radweges und eine mögliche Innenstadtquerung für Radfahrer an.
Kaum ein Wien-Thema wird zurzeit leidenschaftlicher diskutiert als das Thema Radverkehr.
Grüne wollen Ring-Radweg neu gestalten
Kaum ein Wien-Thema wird zurzeit in Online-Medien leidenschaftlicher diskutiert als das Thema Radverkehr. Der KURIER sprach mit Christoph Chorherr, dem Mastermind hinter den umstrittenen grünen Plänen für den Radverkehr.
KURIER: Seit Tagen geistern Straßennamen durch die Medien. Es geht um die Frage, wo künftige Fahrradstraßen entstehen könnten.
Christoph Chorherr: Derzeit prüfen wir konkret fünfzehn Straßen intensiv. Am Ende des Jahres sollten zumindest die ersten drei Fahrradstraßen eröffnet werden.Welche Bezirke werden denn in Betracht gezogen?
Alle 23.Geht's konkreter?
Nein, die Gespräche mit den Bezirken laufen noch. In ein paar Monaten sollte im Parlament aber die Straßenverkehrsordnung novelliert werden, womit wir eine rechtliche Grundlage hätten. Dann soll's sehr rasch gehen.Hoch zu Rad: Chorherr will Autofahrern Wiens Straßen streitig machen.
Was, wenn der Bund dieses Modell nicht vorsieht?
Es wäre auch ohne den entsprechenden Passus möglich. Ein Teilstück der Neubaugasse ist ja auch heute schon nur für Radler, Bus und Fußgänger geöffnet.
Einzig das Mascherl könnte also ein anderes sein?
Dann heißt es rechtlich eben nicht Fahrradstraße, aber selbst dann werden die Radfahrer gegenüber Autofahrern bevorrangt.Die SP hat Abstand von dem Vorschlag genommen.
Es gibt ein Ressort, dass von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou geführt wird und das für die Umsetzung des Modells verantwortlich ist. Schöner wäre es aber, wenn auch die SPÖ die Idee unterstützt.Sind Sie von dem enormen öffentlichen Interesse an dem Thema überrascht?
Ja. Das zeigt aber nur, dass diese kulturelle Auseinandersetzung lange überfällig war. Der Radverkehr spielte in dieser Stadt bislang nur eine marginale Rolle. Die Wiener Selbstverständlichkeit, wonach die Straßen den Autos gehören, wird nun infrage gestellt.... die Rückeroberung des öffentlichen Raums durch Fußgänger und Radfahrer?
Es geht um die Frage: Wem gehört die Straße? Wie die Zukunft aussehen könnte, sehen wir in Kopenhagen. Dort beträgt der Radverkehrsanteil 38 Prozent. In Wien sind es sechs Prozent.Radlobbys kritisieren oft die Streckenführung am Ring. Soll sich da was ändern?
Ja. Noch heuer wird's ein neues Konzept geben.Und Ursula Stenzel (VP) trägt das Vorhaben mit?
Maria Vassilakou hatte ein erstes, sehr positives Gespräch mit ihr.
Dabei hat die Frau Bezirksvorsteherin sehr interessante Vorschläge eingebracht. Wir suchten und suchen das Gespräch sowohl was den Ring-Radweg, als auch, was die so wichtigen neuen Innenstadtquerungen betrifft.Radstraßen: Autos im Schritttempo
Autofahrer haben sich Radlern unterzuordnen - zumindest, wenn sie auf Fahrradstraßen unterwegs sind. Das Tempo wird hier auf 25 km/h beschränkt. Radfahrer dürfen auch nebeneinander fahren.
Als mögliche Kandidaten im Gespräch: Die Hasnerstraße in Ottakring und die Goldschlagstraße in Rudolfsheim.
http://kurier.at/nachrichten/wien/2069557.php
Besonders gut gefällt mir der Satz "Kaum ein Wien-Thema wird zurzeit leidenschaftlicher diskutiert als das Thema Radverkehr" - ein gutes Zeichen!