immer wieder werden wir hier in salzburg mit der tatsache konfrontiert, dass sich unsere cm nun mal in österreichs radfreundlichster stadt befindet. das kommt ja auch nicht von nichts und ich muss zugeben, dass salzburgs radwegnetz durchaus ansehnlich ist, verglichen mit anderen österreichischen städten.
aber eben die dadurch resultierende relative zufriedenheit der salzburger radbevölkerung führt öfters zu der überlegung, wofür man einer critical mass beiwohnen sollte, wenn wir doch eh mit der radweg situation zufrieden sind.
ich glaube, es ist wichtig zu unterscheiden zwischen politischer und individueller einstellung den radfahrern gegenüber. salzburgs politik hat sich in den letzten jahren die radwege viel kosten lassen, wofür durchaus auch lob angebracht ist. woran sich jedoch wenig ändert ist die mangelnde akzeptanz auf seiten des motorbetriebenen individualverkehrs, sobald ein radler ein rad auf "seine" straßen setzt, die (wie viele meinen) ihm allein vorbehalten sind. daran hapert es wohl nicht nur in salzburg, sondern praktisch überall, wo autos fahren.
wer einmal an einer cm teilgenommen hat (oder hinter einer im stau gestanden ist) wird sicherlich eine gewisse inakzeptanz von seiten mancher autofahrer bemerkt haben. ich muss natürlich betonen, dass diese nicht auf alle motorisierten zutrifft! jedoch ist es erschreckend, wie arg ein radfahrer auf autobefahrener straße be- und verdrängt wird, sogar wenn ein halber meter radstreifen vorhanden ist. typischerweise dient ein solcher dann auch häufig als zusätzliche abstellmöglichkeit eines vehikels.
meiner meinung nach ist radfreundlich nicht gleich radfreundlich. meinetwegen soll ganz salzburg nur noch aus radwegen bestehen, trotzdem würde es nur wenig am allgemeinen verhalten von autofahrern gegenüber den "schwächeren" radfahrern ändern.
was meint ihr dazu? könnte man auch anders argumentieren?