Über 300 bei CM Wien Laternderl-Ride am 18. November 2011!

Trotz frühwinterlich trüben Wetters und Temperaturen knapp über Null kamen über 300 Leute zur CM um sich unter fröhlicher Laternenebeleuchtung dort schadstoffrei breit zu machen wo sonst der Freitags-KFZ-Verkehr selbstverschuldet staut. 300 ist Spitze für November, mal schaun wie es beim Weihnachtspunsch-Ride am 16.Dezember wird! Noch mehr? Über Ring, 2er-Linie, Kai und 2.Bezirk gings diesmal mit zahlreichen Soundmobilen und passendem „Ich fahr mit meiner Laterne!“-Lied  zum Schlusspunkt ins Tüwi, zum Solifest zu Gunsten von Ousmane.

Hier der Ankünder-Text: Am 18. November ist es auch schon wieder so weit – die Critical Mass wird sich am Schwarzenberg versammeln und auf spontan ersonnenen Routen jenen Platz auf den Straßen einnehmen, der entspanntes Radfahren möglich macht!

Treffpunkt: 16:30 am Schwarzenbergplatz
Abfahrt:  17 Uhr
Eh klar: bei jedem Wetter! 🙂

In alter November-Tradition sei daran erinnert, eure Laternen – oder die eurer halbwüchsigen Nächsten – zur stimmungsvollen Beleuchtung mitzunehmen!

Die Critical Mass seid ihr – kommt zahlreich, nehmt FreundInnen mit, und corkt mit: Lasst das Absichern der Querstraßen nicht unsere Polizeibegleitung allein besorgen, wir übernehmen gemeinsam die Verantwortung für die CM!

Danach lädt ein Soli Team zum Festl zu Gunsten von Ousmane ins TÜWI, wo wir uns bei Soli-Glühwein aufwärmen werden können!

19 Uhr? > TÜWI, Peter-Jordan-Straße 76, 1190 Wien

43 Responses to “Über 300 bei CM Wien Laternderl-Ride am 18. November 2011!”


  • mögliches Nach(t)programm für interessierte: http://www.facebook.com/event.php?eid=177627105657358 oder flyer auch unter cka84.tumblr.com

  • hier der Aufruftext zum Solifest im TüWi_

    Soli Party für Ousmane

    Ousmane ist Flüchtling aus Guinea, wo er sich für bessere Lebensbedingungen für Studierende eingesetzt hat. Obwohl er vom Regime in Guinea inhaftiert, gefoltert und verfolgt wurde, wollten die österreichischen Behörden ihn dorthin abschieben. Sein Leben konnte nur knapp und mit Mühe durch die Verhinderung seiner Abschiebung direkt am Flughafen Schwechat gerettet werden.

    Die erfolgreiche Verhinderung seiner Abschiebung brachte Ousmane nun aber ein Verfahren wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt ein. Er lebt in prekären Verhältnissen. Um Grundversorgung zu erhalten, müsste er nach Oberösterreich ziehen. Sein Lebensmittelpunkt ist jedoch in Wien. Auch sein Prozess findet in der Nähe von Wien statt.

    Der Erlös des Festes geht direkt an Ousmane.

    Einzelne Grauslichkeiten der österreichischen Asyl- und Fremdenrechtpolitik zu skandalisieren und dort zu helfen, wo es geht, ist leider bitter notwendig. Ousmanes beschissene Situation ist jedoch eingebettet in den rassistischen Normalzustand unserer Gesellschaft: Permanente Konkurrenz und nationalstaatliche Organisation bringen konsequent den Ausschluss von “anderen” hervor. Die Staatenzugehörigkeit entscheidet viel zu oft über Leben und Tod.

    Deswegen:
    Gegen jede Form von Nationalismus. Bleiberecht für Alle und überall!

    ****************************************

    live: In English they call it Pi
    +
    Las Vegas DJ-Team

    Soli Cocktails
    Soli Glühwein

  • ***** hier wurde ein rassistisches posting gelöscht ******

    wir möchten daran erinnern, dass es keine inhaltlichen kriterien für das posten hier gibt, aber postings und kommentare mit rassistischen, sexistischen, homophoben …. Inhalten gelöscht werden. Sofort und ohne Warnung und ohne Diskussion. Wenn euch so ein posting oder kommentar auf dieser Seite auffällt bitte uns melden.

  • @peer, danke finde ich sehr gut so!

    ich bin auch dafür das die Soli Party für Ousmane als endpunkt zu haben.

  • Ich finde die Idee mit der Endstation auch gut. Und obwohl ich es sehr ungern sage, finde ich doch dass ein Endpunkt mit Bezug auf Radln (bikekitchen) passender erscheint.

    Gruß

  • Wurscht wo es anfängt, wo wir hinfahren und wo es aufhört, wir Longboarders sind wieder dabüüüüüüü!

  • @Patrick: sehr schön, immer gern gesehen! 🙂
    @abundzu: Muss ich ehrlich gesagt zustimmen. Ich finde die Sache mit der Soli auch gut, jedoch sollte die eigentliche Bedeutung der CM dadurch nicht ins Hintertreffen gelangen. Kernsache ist immer noch Anliegen der Radfahrer, da wär bikekitchen halt irgendwie passender gewesen (meine persönliche Ansicht). 😉

  • Die Story von Ousmane überzeugt nicht.
    Bleiberecht für Alle und überall ist unser Anliegen?

    Die CM wird ohne mich auch gedeihen. Hoffe ich. tschüss!

  • manchmal verstehe ich ja die aufregung um den endpunkt nicht ganz, die cm ist in erster linie mal gemeinsam rad fahren ab 16:30, 1,2 manchmal auch mehr, stunden lang.
    das es nachher oft eine party, od. einen anderen abschlußpunkt gibt ist schön und gut, und oft wird die cm von diversen gruppen eingeladen, aber der endpunkt ist ja nur ein sehr kleiner teil der cm. wer den endpunkt nicht mag muß ja nicht dort bleiben, hab ich auch schon öfter gemacht, oder aber auch gerne einen eigenen endpunkt vorschlagen. aber deswegen nicht mitfahren?

  • ich versteh die aufregung schon, hab mich ja selber auch schon manchmal aufgeregt.

    meinem verstaendnis nach zeigt die endpunkt-wahl – insb. wenn sie hier auf der, wenn auch nicht offiziellen(?), so doch hauptsaechlichen – cm.at-Website stattfindet, eine gewisse unterstuetzung fuer den endpunkt (bzw. dessen anliegen) durch „die cm“.

    aber ja, vllt. sollt ich das entspannter handhaben, so wie du schreibst: cm gefallt mir, da bin ich dabei und wenns mir nachher nimmer gefallt bin ich nimmer dabei.

    darueber haben wir schon vor 5 jahren geredet : )

    diesmal bin ich trotzdem eher fuern tuewi-endpunkt statt bk. die ofenparty passt find ich nicht so zu cm, aus meiner bk-sicht.

  • ich versteh ja sowohl die aufregung als auch flo’s unaufgeregten ansatz und daher auch sym’s entspannung. 🙂

    ich denk die lösung liegt eben in einer differenzierung zwischen „CM“ und „anschließender party“ und damit der vermeidung der frage ob sich „DIE“ CM eben mit den inhalten der party identifizieren kann.

    „DIE“ CM gibts nicht im sinne eines umfassenden meinungskonsenses, das ist eine temporäre gemeinsame raumnahme mit einem gemeinsamen nenner und vielen individuellen aspekten, mit demokratiepolitisch wichtigen mitmachkriterien und damit auch ausschlusskriterien (sexismus, rassismus, parteipolitische oder kommerzielle vereinnamung, zB).

    und daher kann imiho die partyteilnahme nur individuell entschieden werden, so wie flo meint – und daher sollte einfach (??) die sichtweise „ein endpunkt mit soli-party bedeutet, dass ich mich als mitfahrendeR mit den inhalten der soliparty identifiziere und das schon zeige, indem ich bei der CM mitfahre“ vermieden werden und auch hier im ankündertext nicht so kommuniziert werden (!!). letzteres ist ganz wichtig, und bedeutet wohl auch ein umdenken der jewiligen endpunkt-initiatoren.

    simpel (haha!) gesagt: die CM führt sich selbst auf spontan gewählten wegen zu einem endpunkt, der vorher aufgrund von einladungen und transparenten diskussionen im online-kommentar/forum nachgekommen wurde. die CM endet an diesem endpunkt, worauf anschließend die CM-teilnehmerInnen individuell diese parties besuchen, ohne sich durch ihre teilnahme an der CM mit den inhalten der party automatisch solidarisch zu erklären, dies aber durch den besuch der party damit sehr wohl tun können.

    na servas, der anfang eines seitenlangen manifestes mit jahrelangem abstimmungsbedarf, oder einer habilitation zu „antiautoritäre fluktuierende entscheidungsstrukturen“, oder – gehts einfacher? 😉

    ps: ich unterstütze die inhalte des ousmane-solifestes. auch wenn ichs diesmal zeitlich nicht schaffen sollte so lang mitzufahren.

  • sehen wir uns das ganze andersrum an:

    es hat sich eingebürgert, dass die CM einen endpunkt hat und auch einen will um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

    Die Idee war irgendwann mal dass sich um jede CM eine andere Gruppe von personen kümmert und unter kümmern fallt neben polizeikontakt, ankündigungstext, flyer, aufklärung während der cm, verantwortung für die cm eben auch das checken eines endpunktes.
    Leider finden sich defacto sehr sehr selten Leute/Gruppen die wirklich eine CM verantwortungsvoll übernehmen und so bleibt es immer an den gleichen hängen. Und die suchen sich dann halt Endpunkt die Ihnen wichtig sind. Und das sind halt meist politisch engagierte Projekte weil das halt auch politisch engagierte Leute sind, die sich neben der Freiheit für Radlerinnen auch für Freiheit für andere Menschen interessieren und somit Solifeste gegen Staatsrassismus unterstützen.

    Aber es wär voll super, wenn zB auch mal wieder sich eine Gruppe finden würde, die einfach irgendwo im warmen Glühwein als Abschluss der CM checkt oder sonstwas.

    Und ich finde die Kritik an den politischen Endpunkten ja auch spannend, weil sie hier zeigt wie inhomogen die CM ist – auch in der politischen Kultur. Ich kann hier nur alle MitfahrerInnen der CM einladen und bitten sich an der CM aktiv zu beteiligen und auch an Meinungsfindungsprozessen. Und auch die eingesessen „CM-Checkerinnen“ appelieren neue Gruppen zuzulassen, zu fördern und zu lobpreisen wenn sich denn eine finden würde.

    Ich persönlich finde ja die CM selber auch als spannendes projekt und würde mir viel mehr Diskurs unter den CM-Fahrerinnen wünschen. Sagt eure Meinung über die CM und bringt euch ein.

    Hier im Forum oder beim geplanten CM-Plenum im Frühjahr 2012 …. ähh … im angedachten CM-Plenum 2012 🙂

    Ich finds persönlich voll gut dass sich viele CM-FahrerInnen mit ousmane solidarisieren weil mir persönlich Freiheit für Räder auf Dauer auch zu wenig ist wenn neben mir Menschen grausam abgeschoben werden.

    Aber ich finds voll gut wenn sich die Leute zu Wort melden die sich mit diesen linken solis schwer tun und in den Diskurs über die CM einsteigen.

  • Alles vergeblich! Nirgendwo erfährt man weniger Toleranz und weniger Sinn für Meinungsvielfalt als wie unter Linken. Ein wirklicher Austausch von Meinungen ist nie erwünscht. Ich denke, früher oder später macht jeder diese Erfahrung und wendet sich angewidert ab. Also besser bei Zeiten schon Adieu sagen, als sich ärgern und das Nervenkostüm zerschleißen.

  • ich möchte an diesen platz erinnern an einen sehr guten text zum thema criticalmass und antirasistische positionierung:

    http://no-racism.net/article/3096/

    lesenswert für alle!

  • Das Tüwi als Endpunkt der CM find ich spitze!
    Ich finde auch das der Endpunkt nicht Represat der CM sein sollte!

    Ist es doch immer am schönsten wenn die CM mit etwas verknüpft wird.
    Sei es gurilla gardening, Waagenplatz, Schwimmen Donauinsel, Bike Film Festival, Volksküche.
    Da wo CM-Fahrer mit „anderen Leuten“ aufeinander treffen, gekennzeichnet von ein Haufen Rädern welche überall angebunden sind, sich da um brennende Mülltonnen stellen und sich austauschen, den Abend geniesen.
    So machen wir mehr aufmerksam.
    CM wächst!

  • @carFright : Danke für den Link! Vergangene Themen wieder in Erinnerung zu rufen, kann niemals schaden.

  • Freu mich auf Freitag. 😀 Tüwi mag ich nicht, aber die Soli-Party ist als Endpunkt voll ok…

    in Wahrheit gehts ja eigentlich eh ums Fahrradfahren und nix anderes.

  • Erstens freu‘ ich mich g’scheid nach langer Verletzung wieder auf mein Board klettern und mitfahren zu können.

    Und zweitens fänd‘ ich’s auch besser wenn die CM sich auf Verkehrspolitik beschränken würd, deswegen bieg‘ ich halt einfach kurz vor’m Anstieg zum Tüwi ab und zieh weiter.

    So sinnvoll die Party dort auch sein mag.

  • By the by… ich bin in den standard.at comments auf das da gestossen:

    http://opus4.wordpress.com/2011/02/23/ousmane-camara-guinea-update/

    Mangelhafte Quellenangaben… aber das haben die… ähh… schmeichelhafteren Artikel genauso. Was soll ich nun glauben? Hat irgendwer Ahnung, Argumente UND Quellen?

  • Wisst ihr wie die Route verlaufen wird?

  • @Mona, soviel ich weiß ist die Route immer variabel und unbestimmt. Aber du kannst dich ja einfach ganz vorne miteinbringen und selbst mitbestimmen 😉

  • Geh bitte, die Mona is froh, wenn’s mit ihrem Schlunzbreddl hintendrein noch nachkommt, und Du willst ihr die Führung zumuten!

    (nix für ungut :D)

  • das Hauptproblem am Tüwi ist, dass ich mit dem Soundmobile da raufradln muss;-)

  • @der Puck
    du verlinkst da einen blog bei dem ich sehr vorsichtig wäre, alleine die tagline „Asyl Migration Tränendrüse“ od. „Die gesamte österreichische Medienlandschaft befindet sich im Bleiberechtstaumel. ORF, Standard und Kronenzeitung attackieren täglich unsere Tränendrüsen mit Kinderbildern.“ sind ja doch eher niedriges niveau.

    stell dir ernsthaft mal vor, du mußt aus deinem gewohnten umfeld weg, sei aus aus wirtschaftlichen gründen, oder aus politischen, weg von deinen freundInnen, evtl. völlig unvorbereitet von heute auf morgen, in ein land wo du vlt. die sprache nicht sprichst. wieviele menschen ertrinken weil sie sich auf überfüllte boote drängen um irgendwie nach europa zu kommen. so einer gefahrensituation setzt sich doch niemand freiwillig aus.
    wir sind sehr privilegiert in österreich, womöglich noch als mann und mit heller hautfarbe, geboren zu sein, mit österreichischen reisepaß.
    diese ganze angstmache und vermischung von asyl mit kriminalität ist echt eine katastrophe.

    aber wie gesagt, die cm ist die cm, wenn du mit der soli party nachher nicht einverstanden bist, mach es wie manch andere und bieg dann einfach vorher ab. trotzdem danke fürs mitdiskutieren hier, und vlt. hast du ja selber mal einen vorschlag für eine endpunkt party nach der cm.

  • die diskussion geht etwas an dem problem vorbei. fakt ist, daß sich manche an solch „linkslinken“ 😉 endpunkten stören und das zumindest mit dem kern der cm wenig zu tun hat.

    insofern stecken da eine menge leute in einer zwickmühle. die organisatoren würden gerne politischer – würden damit aber eigentlich gegen die ziele und werte der cm handeln (toleranz auch gegenüber anders denkenden würde ich mal als wert der cm ansehen). mitfahrende, die mit gewissen endpunkten nichts zu tun haben wollen, aber trotzdem gerne mitfahren (und für mehr platz für nichtmotorisierten verkehr in der stadt) eintreten wollen.
    lösungen gibt es da natürlich mehrere.

    einen möglichen kompromiss sehe ich in einem neutralen endpunkt wo die „offizielle“ cm endet und von wo aus der event endpunkt nach einem kurzen stop und „auflösung“ der „offiziellen“ cm angefahren wird. bei diesem stop könnte selbiger und das ende der cm verlautbart werden und auch nochmals auf das nachfolgende event aufmerksam gemacht werden (so etwas wie „die cm ist aus. manche von uns fahren noch zu x, interessenten bitte bei y melden bzw richtung x aufbrechen“). manchmal gibt es ja auch mehrere mögliche events und im grunde ist es recht blöd, daß man sich dann auf eines „einigt“, anstatt, daß jeder dahin fährt, wo er will. auch sollten alle (diskutierten und zur kenntnis gebrachten) events gleichberechtigt in der ankündigung vertreten sein.

    der neutrale endpunkt könnte ein größerer platz/park in der nähe des (einzigen) events sein (tüwi -> währinger park?) oder auch fix sein oder zumindest zentral. heldenplatz oder so.

    außerdem möchte ich drauf hinweisen, daß der mögliche grund, warum sich keine leute finden, die endpunkte verabreden/organisieren besondere einladungstexte formulieren, sein könnte, daß viele einfach keine brauchen/wollen, sondern einfach nur cm fahren wollen. ich gehöre da in den meisten fällen dazu 😉

  • Ich finde es sehr gut, dass die CM immer bei anderen politischen Veranstaltungen endet. So lernt man sehr viele Initiativen kennen, wo man sich beteiligen kann. Und wer unseren Abschiebestaat verteidigt, der soll sch* gehen.

  • Ich werds mir spontan überlegen. CM auf jeden Fall, danach schau ma mal 🙂 Was eher nett wäre, eine möglichst pünktliche Abfahrt. Im Sommer mag die Verzögerung ja recht chillig sein, bei diesen Temperaturen eher weniger. Lieber ein paar km mehr gefahren…. 😉

  • @flo:
    mir is klar, dass des Blog jenseits von astrein is, aber da sind ein paar Informationen dabei, die mich trotzdem beschäftigen.

    Aber grundsätzlich und einfachst ausgedrückt, weil ich muss mich jetz beeilen, dass ich die CM nicht verpass:

    No Nations, Oidae.

  • „der soll sch* gehen!“

    Unflätige Beschimpfungen zeugen für eine schlechte Kinderstube. Ich habe mir das Asylverfahren durchgelesen und komme höflich formuliert zu dem Schluss, dass uns da einer an der Nase herumführt. Einmal so, dann wieder so. Name und Fluchtgeschichte werden beliebig ausgewechselt.

    Warum soll ich mein verkehrspolitisches Engagement immer mit „linkslinken“ Anliegen verstricken müssen und mich dafür nach allen Richtungen rechtfertigen müssen? Es lebt und arbeitet nicht jeder im linken Aussteigermilieu.

    Der Glaube an eine herrschaftsfreie Gesellschaft, dem hier einige mehr willig als reflektiert frönen, habe ich längst schon abgelegt, nachdem überall, vor allem auch in anarchistischen Subkulturen das Herrschaftsprinzip ungehemmt gelebt wird. Wer anderer Meinung ist, der „soll sch* gehen!“

    Die CM habe ich heute gemieden. Und ich werde auch zukünftigt nicht mehr mitfahren.
    Ihr seids am besten Weg zur marginalen Randgruppe, isoliert in einer Mehrheitsgesellschaft, die für euch aber sowieso nur aus Rassisten, Sexisten, Faschischten, etc. besteht. Ein kleines Häufchen von Wirklichkeitsverächtern wird halt nur leider nichts bewirken.

  • raphael, du hast nicht kapiert, worum es geht. das ist schade.
    torf, deine beschimpfungen mögen eloquenter und weniger direkt sein. das macht sie aber auch nicht wirklich besser.

    ich danke euch 2 trotzdem, denn es zeigt recht offensichtlich, daß eine neutralere haltung im sinne der cm liegen würde…

  • @Torf

    Ich würde es schade finden, wenn du in Zukunft nicht mehr mtifährst. Auch ich kann mich mit den Endpunkten der CM nur selten wirklich identifizieren. Mein Endpunkt ist meistens eine Bar oder ein Beisl – jedeR sollte Anrecht auf einen eigenen Endpunkt haben – doch will ich nicht haben, dass die cm für irgendwelche politisch motivierten Endpunkte motiviert werden. Doch hier im Forum werden meist Endpunkte vorgeschlagen, die das Radlerimage (Anarcho, links, chaotisch, blabla) nur noch mehr verstärken. Ich bin zwar der festen Überzeugung, dass jeder Lebensentwurf seine Berechtigung haben sollte. Allerdings denke ich auch, wenn das Ziel von mehr RadlerInnen erreicht werden soll – dann müssen auch mehr Schichten angesprochen werden. Das muss die Managerin sein, ebenso wie der Sekretär.

    Alle sollten fürs Radeln begeistert werden – und da ist die gegenwärtige Auswahl/Vorschlagsdominanz der Endpunkte nicht wirklich hilfreich.

    Also, ich schlage vor:
    >>Endpunkte sollen eine stark untergeordnete Rolle in der cm spielen.
    >>Endpunkte dürfen ruhig auch mal andere Orte sein.
    >>Eine breitere Ausrichtung der cm – das betrifft die Route (andere Bezirke), ebenso wie die z.B. das Image. Wie wärs mal mit einer Business-CM? Alle kommen im Businessanzug…?

  • Route von heute meiner Erinnerung nach, vllt. hat dann ja noch wer ein GPS log.
    http://www.gpsies.com/map.do?fileId=mqubxszmwzeupijl
    S.

  • superlange cm! hat echt spaß gemacht.

    bitte können wir aber zumindest im winter pünktlicher fahren!! sonst springen die ersten vor kälte ab, bevors überhaupt losgeht.

  • @torf: … und tschüss.

    @puck: puuuh … verlinkung von hetzerischer einseitigkeit ist hier echt problematisch. Menschliche Dramen als Trändendrückermasche abzutun find ich echt daneben und gemein.

    @die anderen:
    Allgemein ist mir wichtig zu bemerken, dass „sich um eine CM kümmern“ viel mehr ist als einen Endpunkt zu finden. Ich möchte hier schon wieder mal in Erinnerung rufen, dass die CM wie sie heute exisitert auch sehr viel Arbeit war und teilweise immer noch ist. Webpage betreuen, Forum betreuen, Facebook-seite bestücken, Ankündigungstexte schreiben, Polizeikontakt, Krisentreffen, Rechtsberatung, Flyer machen, Medienarbeit, Pickerl bestellen, Vernetzungsarbeit usw. usf. – Derzeit laufts recht gut und ist eher weniger zu tun, aber es is genug zu tun. Es ist ned nur „wir treffen uns 1x im monat zum fahren“. Obwohl vielleicht würds auch ohne Webpage, Polizeikontakt funktionieren. Ich weiss es ned und hätt Angst, dass es die CM schnell kaputtmachen würd auch.

    Die Leute die hier viel Arbeit geleistet haben, haben einen linken hintergrund (und bitte verwendet ned so reaktionäre Ausdrücke wie „linkslinks“ die nix sagen und nur diskreditierend sind) und das ist auch sehr ok so.

    Wir sind offen für neue Leute und haben seit Jahren den Aufruf immer wieder, dass sich bitte neue Leute auch einbringen. Es steht euch frei, euch hier oder intensiver einzubringen in die Gestaltung der CM. die CM braucht das auch damit sie eben nicht das links-elitäre Ausdrucksvehikel einiger weniger wird 🙂

    Aber dass die CM an sich was linkes ist, daran wird sich ned viel ändern. Wir stellen absurde herrschaftsverhältnisse in frage und wollen gerechte verteilung. Das ist halt einfach was linkes. Und ich persönlich mache bei diesem Gedanken halt nicht nur bei der Strasse in Wien halt, sondern denke das halt weiter – und will Menschen die aus welchen Gründen auch immer zu uns flüchten auch Gerechtigkeit zuteilen lassen anstatt sie einzusperren.

    Darum ein ganz klares „JA ZU SOLIDARITÄT MIT OUSMANE“ und ein „CM IST OFFEN“ und „FREIHEIT ENDET NICHT BEIM RADFAHREN SONDERN MUSS WEITERGEDACHT WERDEN“

    🙂

  • @peer:
    Ich stimme dir in allen Punkten zu. Ich bin z.B. der Ansicht, dass jemand die/der viel Rad fährt, früher oder später sich vielleicht auch mal nicht nur Gedanken über die Aufteilung des Straßenraumes sondern von Herrschaftsverhältnissen allgemein macht. Zumindest war es bei mir so.

    Wenn ich allerdings Menschen für meine Ideen begeistern will, dann geht das garantiert nicht durch „@torf: … und tschüss.“ . Das finde ich letztklassigst. Du setzt dich nicht mit seinen/ihren Argumenten auseinander sondern fährst über sie/ihn einfach drüber… .

    Schade.

    p.s. die CM ist nicht per see etwas linkes. Wenn ich am Sonntag mit 30 anderen Rennrad fahre und dabei ebenfalls Raum beanspruche bzw. „reclaim“, so sehe ich daran nichts linkes.

  • Friede, Leute! Einerseits finde ich es gut,wenn jeder seine persönliche Ansicht darstellt, solange diese respektvoll den anderen vorgetragen wird. Andererseits soll nicht vergessen werden, das viele Mitfahrer eigentlich gar keine weitergehenden politischen Gedanken teilen. Bei Gesprächen mit Mitfahrer/innen hört man, das es einfach nur um die Gaudi geht. Sprich: die freude am kollektiven unbeschwerten Radfahren. Einmal im Monat dort fahren zu können, wo sonst nur die Blechkolonnen die Straßen verstopfen! So ist auch zu 2/3 meine Ansicht. Kernpunkt ist nun mal die gemeinsame Radfahrt, wenn sich danach ein gemeinsamer Abschlusspunkt ergibt – warum nicht? Und allen Leuten gleich recht getan, ist eine Kunst die keiner kann…. 😉

  • warum ich Leute wie Torf nicht will und auch nicht mit ihnen diskutieren will:

    weil sie alte Lügen und Hetzmeinungen immer und immer wieder verbreiten. Lügen über Flüchtlinge. Lügen über Menschen. Diese Menschen, die – warum auch immer sie zu uns gekommen sind – auf ihrem Weg und auch hier Unfassbares erdulden mussten und ein Recht haben hier zu bleiben. Es gibt Gründe warum Flüchtlinge ihre Namen ändern und ihre Geschichten. Unsere Gesetze, die legale Migration unmöglich machen, zwingen diese Menschen immer wieder dazu.

    Da gehts überhaupt nicht um Ousmane. Da gehts um diese widerwärtige Haltung gegenüber Flüchtlingen in Österreich.

    JedeR kann sich darüber informieren. JedeR kann sich erkundigen, warum Menschen aus anderen Kontinenten zu uns fliehen (zB sehr oft wirtschaftliche Zusammenhänge mit dem Exportdruck europäischer landwirtschaftlicher Produkte, Kriege um internationale Rohstoffe oft auch mit europäischen Waffen und den politischen Folgen …) und was Ihnen am Weg zu uns alles droht. Warum die meisten unterwegs sterben lange bevor sie bei uns sind. Was sie hier erwartet bei uns. Das ist alles zum Nachlesen. Das müssen wir nicht mehr diskutieren.

    Das sind Fakten. Wir ruinieren zB die lokalen Märkte in Afrika mit unseren Fischereiflotten, unseren Überschussexporten … und dann lassen wir die Flüchtlinge von dort am Weg zu uns verrecken, an der Europa-Grenze von Frontex erschiessen oder im Mittelmeer absaufen und hier in Österreich werfen wir den wenigen Überlebenden dies überhaupt zu uns geschafft haben dann vor, dass ihre Geschichte unglaubwürdig ist? Und sperren Sie ein nur weil sie da sind?

    Nein: dieser menschenverachtenden Diskussion will ich nirgends Spielraum geben. Weder hier noch sonstwo. Da gehts ned um unterschiedliche Meinungen die wir immer und immer anhören müssen. Es geht auch nicht um Argumente. Da gehts um Hunger, Elend, Verzweiflung und himmelschreiende Ungerechtigkeit. Unsere Wirtschafts- und Flüchtlingspolitik tötet Menschen. Jeden Tag.

    Sorry – klingt recht reisserisch, aber stimmt leider. Informiert euch einfach selber. Fragt Leute nach ihren Geschichten. Lest Flüchtlingsreporte. Schaut Filme.

    Und lasst endlich die Menschen in Ruhe.

    Und jetzt hoffentlich wirklich wieder zurück zum Thema dieser Seite:

    CRITICALMASS

    wir nehmen uns den platz der uns zusteht !! auf der strasse und in den köpfen 🙂

    bei der nexten CM gibts eh einen ganz unpolitischen Endpunkt: Glühweintrinken im WUK.

    Wobei ich ja das WUK andererseits zumindest historisch keinesfalls als unpolitisch bezeichnen würde.

  • kurze antwort ad „linkslink“ von mir weiter oben. das war selbstverständlich lediglich eine anspielung auf die schubladisierung solcher events durch „schlechtmenschen“ wie torf.

    @horst: torf hat jeden links angehauchten cmler in einem einzigen kommentar als
    „Aussteiger“, „isoliert in einer Mehrheitsgesellschaft“, „Wirklichkeitsverächtern [die] halt nur leider nichts bewirken“ betitelt. wenn sich peer da persönlich angesprochen fühlt, was vmtl durchaus auch so beabsichtigt war, kann ich durchaus nachempfinden, daß ihm die lust am diskutieren vergeht. auch kann man eine solche voreingenommene person wohl schwerlich vom gegenteil überzeugen.

    ps: ad links und rennrad-cm… das ist natürlich definitionssache. ein „kampf david gegen goliath“ ist natürlich nicht notwendigerweise links. wenn man das ganze aber als problem von unfair verteilten ressourcen sieht, dann ist das natürlich eine linke fragestellung – zumindest meiner meinung nach 🙂 aber das wird sich für die allgemeinheit wohl nicht ausdiskutieren lassen und ist hier auch fehl am platz.

    mir ist noch immer wichtig, daß wir eine substanzielle verbesserung bezüglich des problems der cm-anschluß-events erreichen können. was sagt denn der cm-kern (außer peer) zu dem ganzen?

  • @ peer hat – fürchte ich – eine sehr einseitige und deswegen zur Aggression tendierende Weltsicht, aber wenn man sich dazu informiert, was ich meines früheren Engagements in der Entwicklungshilfe und politikwissenschaftlicher Forschungsprojekte zur Genüge tat, kann [muss] man leicht auch zu ganz anderen Sichtweisen kommen. Darüber will er aber nicht diskutieren, weil wer anderer Meinung ist, der ist – unhinterfragt – ein Rassist, Faschist, Unmensch, etc… ich war lange genug unter Linken, um diese gleichermaßen unduldsame wie antiintellektuelle Praxis aus eigenem Erleiden zu kennen. Wer Zweifel anmeldet, wird abgewatscht, geächtet und verstossen.
    Jede Glaubensorthodoxie ruft nach dem Inquisitor und wer nicht widerruft, landet auf dem Scheiterhaufen. So war es zu Zeiten der Herrschaft von Kirchen und so ist es überall, wo Glaubenseiferer an die Macht kommen.

    Ich sage jetzt, hier ist nicht unbedingt der Platz für diese Diskussion. Ich erwähne es nur.

    Natürlich ist @ peer sein Engagement hoch anzurechnen und die CM würde es nicht geben, wenn nicht einige linksgerichtete Idealisten in selbstausbeuterischer Leidenschaft für die Sache sorgen würden. Sie bezwecken Gutes und reden nicht nur darüber. Sich mit einem Asylwerber solidarisieren ist per se eine ehrende Haltung. Trotzdem möchte ich peer und alle anderen bitten, ihre Weltsicht nicht mit der Wahrheit zu verwechseln, und nicht jeden, der Zweifel daran äußert gleich einen Rassisten und Unmenschen zu schimpfen, den den Mund zu verbieten ein Gebot des Anstands ist. Oder darf ich mich nicht mehr in einen Spiegel schauen, weil ich darin einen Unmenschen erblicke, vor dem auszuspucken es besser wäre?

    Wahrheit ist immer perspektivisch und nicht selten ein Produkt aus Verblendung und Missachtung. Wovon ich mich nicht ausnehme, doch bin ich mir meines Lasters bewusst.

  • ich hab das gefühl es wäre besser zum gemeinsamen nenner zurückzukehren als nach den unzähligen gemeinsamen teilern zu suchen, davon gibts immer genug. „divide et impera“ wurde meist von bewegungen in vorauseilender selbstzerstörung erfüllt bevor der konformistische gegner überhaupt drauf kommen und dies schüren musste.

    des weiteren ist diese rückzugs/abgrenzungs-diskussion hier drinnen im forum zwar inhaltlich interessant und wichtig, auch für die selbstverortung der diskutanten, findet aber keine abbildung bei der CM draußen: über 300 bei novemberkälte!

  • großes Lob: Trotz Novemberkälte soviele TeilnehmerInnen finde ich wirklich wunderbar! Und genauso wunderbar finde ich die Masse, welche sich für den Freiraum, der uns RadlerInnen zusteht einsetzt!

    Pedal Power 🙂

  • @igal

    “divide et impera”

    Stimmt! Deine Worte stimmen mich nachdenklich. Und Du hast so vollkommen recht.
    Soviel uns im Einzelnen auch immer trennt, soviel verbindet uns.
    Und vor allem das Verbindende sollten wir zuerst sehen, ansonsten wir zur großen Gaudi des Autofetischisten in Sektiererei zerfallen.

  • Ahja, und falls es noch wen interessiert: Auf der 2er-Linie gabs ja einen von einigen TNinen beobachteten Zwischenfall zwischen einem radfahrenden Polizisten und einem Autofahrenden (habs nicht gesehen, aber so berichtet gekriegt: Autofahrender fuhr den radfahrenden Polizisten an). Lt. (informeller, so auf der Strasse noch waehrend der CM) Auskunft eines Kollegen wurde der radfahrende Polizist dabei nicht verletzt!

    Und btw, so zur allgemeinen Info, zumindest wenn ich zaehl, versuch ich die radfahrenden Polizist/innen nicht mitzuzaehlen (waren diesmal ja doch so 10-15 oder so?)

    Guten Abend,
    f.

Leave a Reply