Ergebnis des Treffens der Critical Mass Vienna Stützrad-Gruppe mit Bike Block/Tag X am 04.12.2017


Die Anwesenden der Stützrad-Gruppe halten fest, dass sie niemandem verbieten wollen, den Begriff „Critical Mass“ für Aktionen zu verwenden. Ihr Ziel ist es, einen kontraproduktiven Kampf um den Begriff vermeiden. Daher bitten sie Bike Block/Tag X den Begriff „Critical Mass“ nicht im Veranstaltungstitel oder höchstens als Hashtag (#criticalmass) zu verwenden, da sie die Gefahr sehen, dass:

  • es zu Verwechslungen mit der Critical Mass Vienna am 3. Freitag im Monat kommt
  • die Anmeldung der Bike Block Aktion als Demo dazu führt, dass die Polizei dadurch Argumente vorfindet, dass auch die Critical Mass Vienna in Zukunft angemeldet werden muss
  • Eskalationen und negative Presse dafür sorgen, dass Radfahrende künftig der Critical Mass Vienna fernbleiben

Die Anwesenden der Stützradgruppe sehen die Critical Mass Vienna als politische Aktionsform, die sich durch die Raumnahme auf den Straßen vorrangig umwelt- und (rad-)verkehrspolitischen Themen annimmt. Damit sehen sie die Critical Mass Vienna in der Tradition der international üblichen Definition der Aktionsform „Critical Mass“. Die Critical Mass Vienna agiert dabei auf eine nicht-parteipolitische Weise.

Folgende mögliche Spielräume zur Annäherung von Critical Mass Vienna und Bike Block/Tag X wurden beim Gespräch von den anwesenden AkteurInnen beider Gruppen erkannt:

  • Bike Block/Tag X könnte die Fahrraddemo anders nennen und damit klare Unterscheidbarkeit von der Critical Mass Vienna schaffen; der Hashtag #criticalmass könnte dabei verwendet werden; die Critical Mass Vienna verwendet bisher #cmvie
  • Abseits vom Konflikt um den Namen der Tag X-Fahrraddemo besteht Potential und teilweise auch der Wunsch nach Synergien und gegenseitiger Unterstützung sowie grundsätzliches Verständnis für den Protest gegen die kommende Regierung
  • Eine Diskussion darüber, was Critical Mass in Wien ist und sein kann, wurde angestoßen und kann weiter fortgesetzt werden
  • Missverständnisse bezüglich Funktion der Stützradgruppe, Transparenzbemühungen und Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Critical Mass Vienna sowie der Polizeibegleitung konnten besprochen werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Funktionsweise der CM, Ergebnisse zukünftiger Plena der Critical Mass Vienna und Möglichkeiten der Mitbestimmung auch während der CM noch klarer und weitreichender nach außen kommuniziert werden müssen

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