29.01.2010 – Bikeblock bei Demonstration gegen den rechtsextremen WKR-Ball

18:00 Europaplatz

Am 29. Jänner findet auch dieses Jahr wieder der Ball des Wiener Korporations Ring (WKR) in der Wiener Hofburg statt. Bei diesem Ball handelt es sich nicht um ein harmlose Tanzveranstaltung von Burschenschaften, sondern um ein wichtiges Event der extremen Rechten. Ein Abend an dem sich „national-freiheitliche“, deutschnationale und offen rechtsextreme an einem der repräsentativsten Orte in Wien selbst feiern und ihr Kontakte mit Vertreter_innen der europäischen Rechten pflegen. Viele langjährige Besucher_innen des Balles sind durch einschlägige Aussagen bekannt: Martin Graf, seines Zeichens dritter Nationalratspräsident mit bikeBlockFlyerHang zu antisemitischen Ausritten, Barbara Rosenkranz, Vertreterin von Heim-Herd-Mutterkreuz-Politik und Kämpferin gegen den „Gender-Wahn“ sowie John Gudenus, der bereits wegen Holocaust-Leugnung zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt wurde. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. FPÖler_innen sparen nicht an hetzerischen Aussagen: ein bisschen Verhetzung hier, eine rassistische Kampagne, von Bezeichnungen wie „Landtagsschwuchtel“ bis zur Hetze gegen Antifaschist_innen ist alles drinnen. Der WKR-Ball zeigt klar (ebenso wie die Wahlergebnisse der FPÖ) wie gesellschaftsfähig und akzeptiert antisemitisches, rassistisches, transphobes, sexistisches und homophobes Gedankengut hierzulande ist.

Dieses Jahr fährt auch ein bunter Bike-Block mit, dem sich alle gerne anschließen können

Am donnerstag 28.Jänner gibts in die Bikekitchen ab 14 uhr ein fahnenbastelworkshop und vorbesprechungstreffen für der bikeblock. Hinkommen und teilnehmen!

4 Responses to “29.01.2010 – Bikeblock bei Demonstration gegen den rechtsextremen WKR-Ball”


  • Korporationsball: Demo-Verbot sorgt für Aufregung

    27.01.2010 | 18:43 | (DiePresse.com)

    Eine Demonstration gegen den Ball des Wiener Korporationsrings am Freitag wurde polizeilich untersagt. Grüne und linke Organisationen laufen Sturm: „Polizei dreht an der Eskalationsspirale“.

    Eine Gegendemonstration vor der Hofburg, die zum Ball des Wiener Korporationsrings am Freitag geplant war, ist am Mittwoch polizeilich untersagt worden. Linke Studentenorganisationen, die Österreichische Hochschülerschaft und die Grünen reagierten mit heftiger Kritik.

    Grünen-Stadtrat David Ellensohn bezeichnete die Enscheidung als „unverständlich“: „Während sich die extreme Rechte Europas in der Hofburg treffen darf, wird eine Gegendemonstration untersagt.“ Die Polizei stelle damit das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit infrage und drehe „an der Eskalationsspirale“.

    Ähnlich äußerten sich die Österreichische Hochschülerschaft, die Grünen und Alternativen Studenten und der VSSTÖ. Auch die Israelische Kultusgemeinde forderte in einer Aussendung, Proteste gegen den WKR-Ball zu erlauben. Die Bundespolizeidirektion untersagte die Demonstration wegen „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“.
    Protestmarsch soll trotz Verbots stattfinden

    Das gegen den auftretende NoWKR-Bündnis will dem Demo-Verbot trotzen. Man rufe nach wie vor zu einem Treffen ab 18 Uhr am Europaplatz auf, sagte eine Sprecherin des Bündnisses am Mittwochabend. Über die Route der Demo wollte sie sich nicht äußern. Parallel dazu soll ebenfalls ab 18 Uhr ein Straßenfest im Sigmund-Freud-Park stattfinden.

    Der Wiener Korporationsring ist eine Vereinigung von Burschenschaften. Mitglied ist unter anderem die Burschenschaft „Olympia“, die vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) als rechtsextrem eingestuft wird.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/535751/index.do?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

  • Demonstrationsverbot!!!!
    So was lächerliches, die sollen liebe was gegen die ganzen Rechten machen.

  • tut mir leid wegen lange posting aber der letzte OTS von die grünen ist einfach gut!

    also auf zum demo morgen!

    Grüne Nationalratsabgeordnete melden Demonstration gegen WKR-Ball an
    Utl.: Korporationsring ist Treffen internationaler RechtsextremistInnen =

    Wien (OTS) – „Hassprediger, Hetzer, Holocaust-Relativierer und
    Rechtsextreme kriegen öffentlichen Raum, aber Demonstrationen dagegen
    werden verboten? Das kann nicht sein“, meinen die Grünen. Aus diesem
    Grund haben die Nationalratsabgeordneten der Grünen Daniela Musiol,
    Karl Öllinger, Albert Steinhauser, Harald Walser und Wolfgang Zinggl
    heute eine Demonstration gegen den Auflauf von RechtsextremistInnen
    aus ganz Europa in der Wiener Hofburg, dem so genannten WKR-Ball,
    angemeldet.

    Die Demonstration beginnt, morgen, am 29. Jänner 2010 um 17 Uhr am
    Christian-Broda Platz mit einer Auftaktkundgebung und führt in der
    Folge über die Mariahilfer Straße, Museumsplatz/Museumsstraße,
    Auerspergstraße, Landesgerichtstraße und Universitätsstraße zum
    Sigmund-Freud-Park, wo in der Folge ein Straßenfest stattfindet.
    Die so genannte Bannmeile um das Parlament, in dem morgen eine
    Nationalratssitzung stattfindet, wird nicht berührt.

    Der Ball des Wiener Korporationsrings ist im Verständnis der
    Veranstalter das „größte couleurstudentische Gesellschaftsereignis im
    deutschsprachigen Raum“. Tatsächlich ist es weniger ein
    „Gesellschaftsereignis“ als ein Treffen internationaler
    RechtsextremistInnen. Zu den Gästen zählten in den letzten Jahren
    nebst Angehörigen der deutschen DVU und NPD etwa der russische
    Nationalist und Antisemit Alexander Dugin, der spanische
    Rechtsextremist und Revisionist Enrique Ravello, Jean-Marie Le Pen
    von der französischen Front National und Frank Vanhecke vom Vlaams
    Belang sowie bulgarische Rechtsextremisten.

    Die organisatorische Bedeutung für die rechtsextremistische Szene
    wird deutlich an der großen Zahl an Begleitveranstaltungen, in der
    internationale Kooperation besprochen oder einfach
    rechtsextremistisches Gedankengut verbreitet wird.

    Rückfragehinweis:
    Die Grünen
    Tel.: +43-1 40110-6697
    presse@gruene.at

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