CM Vienna – Am 16.12.2011 ins WUK!


Wie jeden dritten Freitag im Monat, treffen wir uns am 16. Dezember ab 16:30 Uhr am Schwarzenbergplatz um gegen 17 Uhr gemeinsam ruhig los zu fahren und besinnlich Spaß zu haben!

Die vorweihnachtliche Critical Mass am 16.12.2011 wird im WUK enden, wo wir von der Fahrrad.Selbsthilfe.Werkstatt mit Glühwein aufgewärmt und mit per Beamer projizierten fotografischen Impressionen der Werkstatt-(Outdoor)Aktivitäten der letzten Jahre unterhalten werden, während wir unseren Jahresausklang feiern!

Critical Mass seid ihr – kommt zahlreich, nehmt FreundInnen mit, und corkt mit: Lasst das Absichern der Querstraßen nicht unsere Polizeibegleitung allein besorgen, wir übernehmen gemeinsam die Verantwortung für die CM!

Meistens fahren Leute aus und von der WUK Fahrrad.Selbsthilfe.Werkstatt gegen 16h20 gemeinsam los Richtung Schwarzenbergplatz. – falls wer mit hin fahren mag, gerne..!

Wer mehr an seinem/ihrem Rad schrauben mag, ums Rad gegen Salz und Kälte fit zu machen, und unter der Woche zu den üblichen Terminen keine Zeit findet, der/dem sei der punsch:your:bike Workshop am 10. Dezember empfohlen!

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42 Antworten zu “CM Vienna – Am 16.12.2011 ins WUK!”

  1. juhu! ein endpunkt innerhalb des gürtels!

    bei der letzten CM hab ich mich ja bei der letzten gürtelquerung abgeseilt weil:
    kalt, finster, kenn mich dort nciht aus, finde nicht mehr zurück, $ausreden[4]

    bez. glühwein.. hoffentlich macht die polizei nacher keine alkoholkontrollen 😉

  2. Am 16.12. hat Bradley Manning seinen ersten(!) Termin vor Gericht, und am 17.12. ist sein Geburtstag. Es ist bereits sein zweiter(!) Geburtstag, den er im Gefängnis verbringen wird. Lasst uns auf dieser Critical Mass seinen Geburtstag feiern.

  3. > Wer ist Bradley Manning?

    im ernst jetzt?

    Bradley Manning ist ein Soldat, der ohne Gerichtsverhandlung seit etwa eineinhalb Jahren in „U-Haft“ sitzt weil man ihm beschuldigt, das verschlüsselte Hubschraubervideo weitergegeben zu haben, welches die Ermordung von Reuters Journalist Namir Noor-Eldeen, seinem Fahrer Saeed Chmagh und anderen durch die Hubschrauberbesatzung zeigt.

    Diese „U-Haft“ ist nicht zu vergleichen mit dem, was bei uns als Untersuchungshaft bekannt ist. Einzelhaft, Schlafentzug, ..
    Details zb. hier:
    http://www.gulli.com/news/15493-bradley-manning-haftbedingungen-verschlechtern-sich-weiter-3-update-2011-03-05

    Hintergrund:
    http://www.bradleymanning.org/
    http://en.wikipedia.org/wiki/Bradley_Manning

    Video:
    [1] http://www.youtube.com/watch?v=5rXPrfnU3G0 (vorspann endet bei 2:40)

  4. @fallnitum:
    Mir ist zwar der Fall bekannt, allerdings war mir sein Name auch entfallen. Ich finde Dein „im ernst jetzt?“ etwas überheblich, eine kurze Erwähnung worum es geht wäre außer dem Namen sicher nicht verkehrt. Und eventuell haben manche auch noch gar nichts davon gehört, solls auch geben…

  5. Die Frage war nicht überheblich. Sie sollte der Feststellung/Entscheidung bezüglich folgender Fälle dienen:

    a) Unkenntnis der Person Bradley Manning mit der implizierten Bitte um Aufklärung.
    b) Zurschaustellung von Respektlosigkeit durch die Vorgabe diese Person nicht zu kennen. vergl. „Wer ist Elvis Presley?“

    Interessant am Fall a ist, daß man durch kurzes googlen schon recht viel über die fragliche Person erfährt, die Frage also per se nicht notwendig gewesen wäre. Diese Betrachtung ist jedoch nur auf den ersten Blick ausreichend. Durchsucht man die ersten 3 Ergebnislinks auf Google, so vermißt man eine kurze Zusammenfassung darüber warum Bradley Manning Bedeutung zugemessen wurde. Da man sich aber selten die Zeit nehmen möchte oder kann um mehrere Absätze zu lesen und lieber die Reclam Version hätte, habe ich mir noch die Mühe gemacht um das (meiner Meinung nach) Wichtige in einem Satz zusammen zu fassen. Zusammen mit ein paar Links um sich selbst eine Meinung bilden zu können, sofern man dies anstrebt. Eben eine „kurze Erwähnung worum es geht“.

    Über den Fall b möchte ich mich nicht äußern.

    PS: Bevor jetzt noch jemand fragt, wer Elvis Presley ist:
    http://www.youtube.com/results?search_query=Elvis+Presley

  6. Danke @Fallnitum, ich hätte ihn so vorgestellt:

    Bradley Manning, ein 23-jähriger US amerikanischer Geheimdienstanalyst, ist mit lebenslanger Haft bedroht, weil er ein Video (www.collateralmurder.com) Wikileaks zugespielt haben soll, auf dem ein US Kampfhubschrauber-Angriff in Bagdad zu sehen ist, der 11 Zivilisten tötet und zwei Kinder verletzt. Außerdem wird ihm die Veröffentlichung der „Iraq War Logs“, der „Afghan Diaries“ und der blamablen US Botschaftsdepeschen vorgeworfen. Seit Juni 2010 sitzt er in Einzelhaft.

    Die Dokumente, die Bradley Manning mutmaßlich veröffentlicht haben soll, haben signifikant zur öffentlichen Bekanntheit von Kriegsverbrechen, zivilen Opfern und Korruption der Regierung beigetragen. Einige der veröffentlichten Depeschen haben zu den jüngsten weltweiten pro-demokratischen Protesten beigetragen.

    Wenn die US Regierung das Steuergeld und die amerikanische Jugend beansprucht um Kriege zu führen, dann hat die amerikanische Öffentlichkeit auch das Recht vollständige Transparenz über die Tatsachen dieser Kriege zu fordern, die in deren Namen gekämpft werden.

    Übrigens wurde der Antrag des UN-Beauftragten für Folter, Mr Mendez, Bradley Manning besuchen zu dürfen bis heute von der US Regierung abgelehnt! Die US Regierung verhält sich in diesem Fall so, wie man es sonst von Nordkorea oder China erwarten würde.

  7. Ganz dicht kann die US Regierung nicht sein:
    Der Ex-Guantánamo-Häftling Murat Kurnaz erzählt im Gespräch mit der „Presse am Sonntag“ von den fünf langen Jahren, die er ohne Anklage im US-Gefangenenlager festgehalten wurde.
    Murat Kurnaz, der Deutschtürke, der knapp fünf Jahre im US-Gefangenenlager Guantánamo inhaftiert war, lebt heute wieder in seiner Heimatstadt Bremen. Er ist zum zweiten Mal verheiratet, hat eine Tochter. Der 29-Jährige versucht ein normales Leben zu führen – soweit das möglich ist. Die Erfahrungen von Guantánamo prägen weiterhin sein Leben – auch wenn seine Entlassung im Jahr 2006 schon fünf Jahre her ist. Diese Woche wurde in Wien im Rahmen des Menschenrecht-Filmfestivals „This Human World“ die Dokumentation „War on Terror“ präsentiert (Regie: Sebastian J. F.), in der auch Kurnaz‘ Schicksal ein Thema ist. In der zweiten Jahreshälfte 2012 soll der Spielfilm „Fünf Jahre“ in die Kinos kommen. Kurnaz hat Regisseur Stefan Schaller bei Drehbuch und Film beraten. Doch seine Bekanntheit wird für den 29-Jährigen im richtigen Leben oft zum Verhängnis.
    http://diepresse.com/home/leben/mensch/715681/ExGuantnamoHaeftling_Ich-hatte-keine-Angst?from=gl.home_leben

    Egal wie man zu dem Beschuldigten und der US Regierung steht, aber ein faires Verfahren bzw Behandlung sollte man in einem zivilizierten Staat erwarten.
    Und so verständlich auch deren „Krieg gegen den Terror“ ist, aber wenigstens die grundlegensten Menschenrechte sollte dabei eingehalten werden.
    5 Jahre einsperren ohne Prozess ist einfach unglaublich :-(. Man könnte glauben dies ist der ehemaligen Sowjetunion oder in Nord Korea passiert.

    Die CM sollte daher zur US Botschaft mal vorbeifahren…

  8. Freu mich schon auf Freitag. Hoffe das Wetter hält noch ein bisserl durch und es bleibt trocken 😉 Das Ziel steht ja soweit fest, wo wir dazwischen überall vorbeifahren liegt dann an uns allen. 🙂 See U

  9. Auf Kuba werden die Menschenrechte mit Füßen getreten.
    Wann fährt CM vor die kubanische Botschaft und macht dort Radau?
    Was ist mit Nordkorea? Oder mit Simbabwe? Syrien? Iran?

    Mal ehrlich, dass alles mag ja gut und schön sein, oder auch grauslig, hat aber mit unserem Anliegen genau Nüsse zu tun und züchtet in unseren Reihen lediglich den Spaltpilz.

    Ich freue mich auf die adventliche Gaudi auf den ach so friedlichen Fahrbahnen der Wiener Stadt. – In Nordkorea täts wohl nicht Not! – Alles andere ist so oder so eine Frage der Weltanschauung, die aber auch nur jene angeht, die sich dazu engagieren möchten.

  10. mmh. spaltpilz! gezüchtet (hoffentlich bio!) in „unseren Reihen“ (dicht geschlossen?). mag ich am liebsten in lecker sauerrahmsauce. weil querfront schmeckt mir eh nicht…

  11. Hat vielleicht jemand eine blau-grüne Volcom Geldbörse gefunden. Die ist mir wohl eben irgendwo auf der Tour aus der Tasche gefallen. Natürlich gibt es auch einen Finderlohn. Oder weiß jemand wo solche Fundsachen abgegeben werden. Danke schon mal

  12. CM Plenum:
    wie schaffen wir es, zuegiger und geschlossener zu radeln? nicht nur passiv mitschwimmen, sondern sich mehr einbringen. ich nehm mich gleich selbst bei der nase: ich will fuerderhin mehr corken, das feld von hinten aufrollen und wieder corken und wieder aufholen und wieder corken und wieder und wieder… und fussgaenger und oeffis sind unsere freunde, eh klar, reschpekt.

  13. It was my first CM and it was good. If only I didn’t tear my jeans while trying a cargo bike before the start… 🙁
    Although the most fascinating detail of the night was a girl with curly hair in a short skirt cycling somewhere in the middle.

  14. weiß wer von euch, woraufhin sich die Polizeieskorte diesmal vorzeitig vertschüsst und nicht bis zum WUK mitgefahren ist?
    sind nachher hinten zwei Motorräder und in der Schwarzspanierstraße sogar ein Auto von hinten in die CM reingefahren! Sowas schweißt uns zwar zusammen, ist aber nicht so lustig, wie wenn der Schlusswagen über Lautsprecher die Mopeds anweist, dass sie ned vor dem Schlusswagen fahren sollen. Ganz zu schweigen davon, dass sie eben feiner Weise wahnsinnigen reinfahrenden Autos blau entgegenblendet.
    bleibt die Frage: was reitet die liebe Polizei, uns viele allein zu lassen? haben sie wen vorgewarnt?

  15. @sym: ah, so ist die andere hälfte weitergefahren? wir sind dann paar runden am europaplatz gedreht und den gürtel weiter runter…

    @abinao: weiß nicht, könnte aber mit den ungeplanten spaltungen zusammenhängen? am westbahnhof ist ja scheinbar je eine hälfte in die mariahilfer, der rest weiter gürtel…
    fand es merkwürdig, daß die polizei mehrmals sehr lange gewartet hat, obwohl wir alle zusammen waren. auffällig am donaukanal und beim auffahren auf den gürtel, war jeweils mehr als 2 ampelphasen nachdem alle da waren. da sind ja dann scheinbar leute von uns auf die strasse weiter und haben den weg frei gemacht…

    generell brauchen wir die polizei sicher nicht. stressfreier für die leute hinten ist es sicher mit ihnen, gerade bei eher „kleineren“ CMs wie heute…

  16. Ich war gestern recht weit vorne als sich am Westbahnhof die CM geteilt hat. Die vorderen zwei Polizeiautos und ca. 20 RadlerInnen sind gerade den Gürtel weitergefahren, der Rest ist dann aber in den Kreisverkehr abgebogen (was ziemlich von Anfang merkbar war). Ich bin dann da stehen geblieben und hab abgewartet was passiert. Die Hälfte der Leute die gerade gefahren sind, sind wieder zurückgekommen und sind auch in den Kreisverkehr abgebogen. Die drei Polizeiautos die hinter der CM hergefahren sind, sind dann auch – an der CM vorbei – den Gürtel hinunter. Ich glaube, sie wollten uns spüren lassen, wie es ist, auf uns alleine gestellt zu sein.

    Es dürften nur sehr wenige gewesen sein, die dann effektiv den Gürtel hinuntergefahren sind, ich hab später jemanden getroffen, der von 5-10 RadlerInnen gesprochen hat, die noch einige Zeit gemeinsam mit allen 5 Polizeiautos gefahren sind.

    Etwas was ich noch anstrengend gefunden hab, war dann später der Zusammenschluss mit dieser Antifa-Demo am Mariahilfer Platz, die dann einige Zeit (bis zur Zieglergasse) mitmarschiert sind. Ich war dann froh, als die CM wieder als CM weitergefahren ist. Ich hab einige Leute von denen sehr unangenehm empfunden, weil sie die ganze Zeit laut Sprüche gebrüllt haben.

    War interessant, gut für die CM, weil sie dadurch viel gelernt hat, aber auch sehr anstrengend, ich muss es nicht so schnell wieder haben. Danke an alle, die die CM zusammengehalten haben!

    Hier übrigens meine Route, die mein GPS für uns mitgeloggt hat: http://www.bikemap.net/route/1359612

    Skunk.

  17. ich habs gestern auch extrem stressig gfunden, so unwohl hab ich mich glaub ich noch auf keiner cm gefühlt. ich glaub die grundidee der cm is ja zum teil auch, dass selbstbewusstsein der radlerinnen zu fördern. ich war gestern nach der cm aber so durch den wind, dass ich nur mehr super breite radwege entlanggschlichen bin und end-froh war im auto-freien prater angekommen zu sein. ging nach einigem herum fragen nicht nur mir so und ich bin auch früher von der cm weg, weil ich echt schon fertig war.

    ich bin ja sonst extrem skeptisch was polizei im allgemeinen und bei der cm speziell angeht, aber gestern hat sich für mich gezeigt, dass so ein kleiner polizei wagen (oder gerne auch räder) am ende (!) der cm schon toll is.
    aber vielleicht werd ich schön langsam auch nur alt und spiessig 🙂

    das die polizei abgehauen is hab ich mir so erklärt, dass alles einfach unglaublich chaotisch war und es denen einfach irgendwann gereicht hat bzw. sie das nicht mehr mit tragen wollten. sonst heissts wieder „die deppen blockieren den europaplatz und die kibara schaun nur zu“.

    und ich hoff das die aggressive stimmung mit dem allgemeinen weihnachtswahnsinn zusammenhängt und nächstes mal alles wieder schön is 🙂

  18. Nachdem ich in nem anderen Bundesland erlebt hab, dass die Autos hinten gerne mal den Radfahren bis zu 1cm aufgefahren sind, krasse Überholmanöver gestartet haben (bei Gegenverkehr etc.) finde ich die Polizei in diesem Zusammenhang sehr hilfreich.

    Ich empfinde es nämlich toll, dass auch Kinder und Familien mitfahren und der Schutz dient einfach mehr als nur einem Individuellen RadlerIn, welcher gerne autonom fährt.

    Natürlich wäre es schön, wenn sich AutofahrerInnen besinnen können und nachdenken würden. Aber welcher AutofahrerIn schaltet das Hirn nicht ab, wenn der Fuß am Gaspedal ist? – WENIGE!

    Bleibt dabei, man lernt mit jedem Mal was dazu! Manchmal ein gutes, manchmal ein schlechtes Gefühl…!

  19. @skunk: Aber lt. Deinem GPS-Log bist Du vom Westbahnhof auch den Guertel Richtung Wienzeile runtergefahren, oder? Weil den CM-Teil hab ich von der Sechshauserstrasse auf den Guertel einbiegend Richtung Westbahnhof wieder getroffen und das schienen mir schon so rund 100 Leute gewesen zu sein!

    Mysterioes! ; )

  20. @Raphael: So wie ich es mitgekriegt hab, war es angeblich mit der Polizei abgesprochen (wie es bei Kreuzungen ja immer wieder vorkommt, dass der Polizei kommuniziert wird, in welche Richtung zu fahren versucht wird), dass es nach links geht. Ein paar Leute sind dann (vermutlich auch durch die lange Warterei ungeduldig geworden) doch gradaus gefahren und die Masse ist halt denen gefolgt.
    Soweit meine Wahrnehmung.

  21. Und meine Zaehlungen noch:
    Heumarkt: ~150
    Alserbachstrasse: ~150
    Garnisongasse: ~120

    Was ist aufgrund des dann doch ganz guten Wetters recht wenig finde. Aber vmtl. auch dadurch war’s halt so abwechslungsreich ganz anders als in den letzten Monaten.

  22. @Sym: Ja das ist richtig. Wir sind, nachdem wir einige Zeit mit dem Kreisverkehr verbracht haben, dann den Gürtel runter zur Wienzeile – meine Annahme war, dass wir dann dort die wartende Polizei wieder finden würden (ob das die, die zu dem Moment vorne gefahren sind, auch angenommen hatten, ist mir nicht bekannt). Was dann halt nicht so war.

    Dann wir wir die Linke Weinzeile stadtauswärts, was extrem unangenehm war, ein Motorradfahrer ist sogar einem CM-Teilnehmer aufgefahren. Wir sind dann eben über die Sechshauserstr. und Gürtel wieder zurück zum Westbahnhof, weil da noch CM-Leute gewartet haben. Danach hatten wir die Schnauze voll von breiten Straßen.

    Kaum auf der Mariahilferstr. hatten wir dann diesen mühsamen Zusammenschluß mit der dortigen Antifa-Demo.

  23. Hallo Leute,

    Ich empfands, spätestens nachdem die Polizei komplett weg war, als sehr unangenehm. Gumpendorfer-Gürtel etwa (zur Wienzeile aber auch ab Gumpendorfer zum Westbahnhof) aber auch Schwarzspanier Str waren einige sehr viele Aggressionen seitens der bewaffneten ääähm motorisierten Verkehrsteilnehmer.

    Ob seitens der CMler auch Aggression ausgegangen ist kann ich nicht sagen. Als ich hinten bei der Reihe mitgeholfen habe, haben sich die Radler eher um Deeskalation bemüht.

    Der Ausbruch von der Friedensbrücke, als die Polizei losgefahren ist und durchgesagt haben, dass links gefahren werden soll, die Gruppe allerdings (zum Großteil) gerade weiter gefahren ist, war ich auch etwas irritiert und paff, dass die Polizei so offen die Richtung vorgibt, was den Grundregeln der CM ja widerspricht. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass der Polizeikontakt hier absichtlich getäuscht hat – dagegen spricht die Durchsage gleich bei der Abfahrt.

    Der Europaplatz-Ring ist natürlich verlockend, wird aber von der Polizei angeblich nicht (mehr) geduldet. Dass die Polizei nach der Aktion an der Friedensbrücke etwas gereizt war kann ich nachvollziehen (wenn ich’s auch ungerechtfertigt finde) und eventuell deshalb dann am Gumpendorfer Gürtel nicht gewartet hat sondern deshalb abgerissen ist.

    In der Neubaugasse gab es dann auch noch ein Highlight: rechts gratis Prosecco, links Prügel.
    Ob es notwendig war, den „netten“ Herrn in seinem Mercedes aufzuhalten oder ob es doch eine unnötige Provokation war kann ich nicht beurteilen. Ergebnis war ein ausgerasteter Autofahrer und seine entnervte Freundin. Ich glaube nicht, dass dies dem Ziel einer CM zuträglich war.

    Mein Resümee:
    – Polizei ja, aber so wenig als möglich
    – Fahrrad-Polizisten am Ende würden meiner Meinung nach voll reichen
    – Unser Polizeikontakt (bzw. die Masse) muss in jedem Fall die Richtung vorgeben, nicht die Polizei.
    – Die Kommunikation mit der Polizei ist ein verantwortungsvoller Job. Evtl. waren es kommunikationsprobleme,…

    Ich fand die CM nichts desto trotz schön, die Aggressionen im Straßenverkehr haben das ganze aber leider doch getrübt. Dachte nicht, dass Wien soooo schlimm ist,…

    Die CM könnte meiner Meinung nach sich wieder mehr auf die eigentlichen Ziele besinnen, die Vermischung mit der Antifa-Demo war da also eher kontraproduktiv. Außerdem sollte besser abgewägt werden, wo corken aus Sicherheitsgründen notwendig ist und wo eventuell eine Autofahrer, der durch Unwissenheit in die Gruppe geraten ist und nicht aggressiv ist, aus der Masse geleitet werden kann. Gut, bei 120 Leuten passiert dies höchstens in kleinen Gassen (etwa Neubaugasse), bei große CMs aber doch öfters. Kann mich an einen Motorradfahrer erinnern, der mir sehr ruhig (aber leicht genervt) erklärt hat, er muss in nur 50m rechts weg. Wir haben ihn zu zweit in Schrittgeschwindigkeit zur Ausfahrt eskortiert und alle waren glücklich.

    Bitte bringt euch auf jeden Fall alle beim Plenum nach der Jänner-CM ein!

  24. Hallo alle Miteinander!
    Ich war an diesen Freitag das erste mal mit dabei, und werde so fern ich auch kann wieder mitfahren und auch versuche weiter mit zu nehmen die noch nicht mitgefahren sind. Dennoch, was man eh schon hier gelesen hat ist es nicht sonderlich reibungslos abgelaufen, weil doch die Gruppe sich trotz nicht all zu vielen Teilnehmer, doch zuerst etwas gedehnt und dann sogar zerrissen hat und oben drein sogar sich die Polizei vertschüsst hat. Das die Polizei dann nicht mehr bei uns mit war fand ich doch weniger gut, sicher geht es auch ohne sie, das Corken hat immerhin gut funktioniert, aber ohne die haben wir doch einfach mehr Stress mit den anderen Verkehrsteilnehmer, immerhin sind nahe zu alle nicht auf uns vorbereitet und reagieren mit unter etwas angepisst bis aggressiv auf uns weil wieder mal nix weiter geht und diese Stimmung habe ich doch durchaus bemerkt. Mit Polizei weiß man, hey das was wir tun ist legal und das wir anscheinend etwas repräsentieren und wenn von unserer Seiten scharfe Töne(nicht oft aber doch) gegen die motorisierten Kistenfahrer fallen die besonders ausrasten weil keine Polizei da war, finde ich auch nicht gut, bestimmend sein ja aber höflich bleiben das die merken das wir alle Erwachsene Leute sind, mit der Polizei geht es leichter sonst kann es chaotisch werden.

  25. ich fand die aktuelle CM sehr interessant. ich war schon ein paar mal dabei, aber noch nie ist mir die CM so extrem vorgekommen. mir war nie bewusst wie die autofahrer hinten wie wölfe auf die fahrradfahrer drauffahren, und welche agression hier vorherrscht. auf der anderen seite frage ich mich natürlich auch ernsthaft in wieweit wir uns korrekt verhalten haben. DÜRFEN wir tatsächlich überall hinfahren, dürfen wir tatsächlich auch ohne polizei (also ohne kontrolle/schutz) „demonstrieren“, DÜRFEN wir die autos aufhalten? DÜRFEN wir tatsächlich ÜBERALL hinfahren? natürlich ist jeder autofahrer der in die masse fährt eine gefahr, aber müssten wir nicht theoretisch für den autoverkehr eine spur freilassen?

  26. @bodypainter Wenn 1000ende Auto am Freitag Abend am Schwarzenbergplatz „demonstrieren“ sollten sie dann nicht auch eine Spur für Radler frei halten?? Und dürfen die das Überhaupt ohne Polizei???
    Dürfen die AutofahrerInnen die Radler anhalten?? (wenn sie mal wieder über die gesamte Kreuzung verteilt stehen).
    Dürfen die tatsächlich ÜBERALL hinfahren??? und müssten uns die nicht theoretisch ein spur für den Radverkehr freilassen??? (wenns keinen radweg gibt z.B Getreidemarkt)
    🙂
    Stell dir einfach vor es fahren zufällig 150 Radlerinnen zum selben Zeitpunkt die selbe Strecke durch die Stadt.

    Diese Fragen funktionieren auch in die andere Richtung 🙂 ich hoff dir sind deine Fragen damit beantwortet.
    Du bist der Verkehr….mit genau so viel rechten wie alle anderen TeinehmerInnen.
    Ride ON

  27. meine gedanken zur letzten cm…ich glaub so ein cm brauch ich nicht jedes mal…was war da los? wollte die pozilei wirklich wegen der us-botschaft nicht geradeaus fahren? warum das gewarte vorm gürtel und das zerbröseln am ende… gab es irgendeinen polizei kontakt? bisher hab ich das immer irgendwie als selbstverständlichkeit vorrausgesetzt, diesmal war irgendwas anders…ich kenn die cm seit 2 jahren und fand es bisher immer sehr angenehm mit zufahren…was anscheinend auch an der polizei begleitung lag, denn ganz ohne polizei hab ich erst gemerkt wie angreifbar man dann wieder als radfahrer ist…europaplatz blockieren hat ja schon mal geklappt aber wenn man die ganze cm braucht um die zufahrten zucorken und dann niemand mehr im kreis fährt find ich das irgendwie nicht mehr sehr verhältnismässig…auch mit 50 radfahrern den 4 spurigen gürtel auf der ganzen breite einnehmen zu wollen halte ich für sehr gewagt…und autofahrer provozierend…auch wenn es auf keinen fall ok ist deswegen radfahrer anzufahren…ist die cm in ihren anfangszeiten auch schon so selbstbewusst aufgetreten? oder hat sie sich da noch mit kleineren straßen oder weniger fahrspuren zufreiden gegeben? wenn ich mir diverse videos von cms aus anderen städten anschaue muss ich erhrlich sagen, dass ich lieber eine polizei zwischen dem hinterteil der cm und den autos habe als ständig stress zu haben…in wie weit die cm dafür kompromisse macht ist die frage…mir ist es ehrlich gesagt wurscht ob ich am kai oder am gürtel fahre…da kann von mir aus auch die polizei an einer kreuzung sagen wos lang geht wenn sie ihre gründe hat und wir nicht in erdberg verenden…meine erste priorität bei der cm ist mit guter laune durch wien zu radeln und möglichst vielen leuten zu zeigen, das radfahren spass macht, ich fahre nicht mit um autofahrer zu stressen…danke!

  28. Danke @Grey Ghost für deine Antwort an @bodypainter.

    @Torf Ich dachte nicht, dass der Fall Bradley Manning in Österreich umstritten ist und die CM spalten könnte. Wenn Du ein Anliegen hast, die CM an der kubanischen, nordkoreanischen oder sonstigen Botschaft vorbei zu führen, dann halte ich das für eine gute Idee. Syrien ist aktuell auch ein guter Kandidat. Die CM hat immer schon verschiedene politische Anliegen unterstützt und ich halte das nach wie vor für eine gute Idee. Solidarität und Vernetzung wird uns allen helfen.

  29. Für mich hat die letzte cm zwei Dinge deutlich gemacht:
    1: Der über die letzten Monate feststellbare Trend, vorwiegend wirklich große Straßen zu befahren, ist ok, solange die cm wie in den Sommermonaten einige hundert Menschen umfasst. Diesmal hat sich gezeigt, dass das mit „nur“ 100+x TeilnehmerInnen mitunter gefährlich werden kann. Persönlich finde ich das ewige Gürtel-und-Lände-Fahren meist fad und eher sinnlos, weil man vergleichsweise wenige Menschen erreicht. Und der von vielen begrüßte Umstand, dass man auf großen Straßen so einen richtig schönen, großen Auto-Stau erzeugt, lässt mich eher kalt. Nur die ersten paar Autos direkt hinter der cm merken, warum sie da im Stau stehen, weiter hinten ist es einfach nur ein Stau. Frage: Ist dieser Trend gewollt und bewusst gesteuert, oder sind vorne regelmäßig Leute, die sich in Wien abseits der Hauptrouten und außerhalb ihres Grätzels bzw. gewohnten Lebensumfeldes einfach nicht auskennen und entsprechend nicht trauen, auch mal in die Bezirke einzubiegen. Anmerkung: Bin zwar selber hin und wieder vorne, konnte mich aber noch fast nie mit meinem alternativen Routenvorschlag durchsetzen. Damit würde sich übrigens auch die von einigen geäußerte Sehnsucht nach der Polizei erübrigen, denn abseits der „Stadtautobahnen“ ist alles halb so wild.
    2: Die Frage, ob und wie sich die cm mit anderen Anliegen solidarisieren soll, hat sich für mich nach der letzten cm eindeutig geklärt: Nein! Davor hatte ich dazu keine abgeschlossene Meinung… Das ganze Durcheinander mit dem Westbahnhof hätten wir uns erspart, wenn nicht eine kleine Gruppe die cm auf Biegen und Brechen zu diesem Demotreffpunkt bewegen wollte. Eine besondere Qualität hatte dieser Versuch deshalb, weil ihm nicht einmal mehr eine Diskussion hier im Forum vorangegangen ist. Warum wohl?! Ich empfinde das als Verarsche für viele der TeilnehmerInnen, die hier von wenigen als Manövriermasse missbraucht werden. Deswegen: Bitte Zwischenstopps, Besuche, Soli-was-auch-immer nur mehr dort, wo ein cm-Anliegen UNMITTELBAR betroffen ist. Z.B. fand ich den Besuch beim Kurier vor mittlerweile auch schon einiger Zeit super, als dort das Fahrrad-Bashing zur inoffiziellen Blattlinie erklärt wurde. Das soll aber nicht unbedingt für den Schlusspunkt gelten, aber das wurde eh schon hinlänglich diskutiert…
    Trotzdem danke für eine weitere insgesamt schöne cm, vor allem: Das Wetter hat uns nicht im Stich gelassen!!!

  30. Bezüglich des typens der nach der mariahilferstraße mit dem auto auf der straße stand und die leute mit ihm stritten während rechts eintyp sekt ausschenkte:

    Hab im nachhinein gehört dass der mann wem festgehalten hat, aber so hab ich das nicht gesehen. Ich hatte das gefühl der mann steht da, und die cm fahrer wollten dass er weggeht. Leute, fahrt doch einfach links und rechts weiter und lassts den deppen deppen sein! Die gruppe hat sich dabei leider auch getrennt und in der mitte war ein riesen loch. Da haben wir letztendlich auch wieder leute verloren. Das war absolut NICHT gut.

  31. Der Typ hat einen Lastenradler festgehalten, der ihn zuvor corkte dass er nicht mitten in die CM reinfährt. Meinte es sei Nötigung, er sei super wichtig und so blabla, er wolle Polizei holen, hat er aber anscheinend ganze Zeit nicht getan und wollte den Radler permanent handgreiflich am weiterfahren hindern..

  32. Diese CM erinnerte mich ein wenig an die alten Tagen mit RaF (Radfahren am Freitag). Damals war die Polizei nicht der nette und liebenswürdige Begleitschutz, sondern es hagelte Anzeigen und wir waren den Anfeindungen motorisierter Gewalttäter schutzlos ausgeliefert.

    Wem haben wir eigentlich die Entführung zur Antifa-Demo zu verdanken? Ich konnte diesmal drei Bekannte zur Mitfahrt bewegen. Die sind jetzt verärgert und werden wohl nie wieder mit von der Partie sein.

  33. CM ist aber halt keine Demo, noch weniger eine angemeldete Demo (wie es, btw, von manchen TNinnen beim Zwischenfall in der Zieglergasse behauptet wurde).

    Und trotzdem ist es (leider?) auch nicht, wie manchmal so schoen geschrieben, ein rein zufaelliges Zusammenkommen von Radfahrenden.

    Insofern zumindest in einem Graubereich bewegend (Missachtung der RWBP, Verbaende gibt es in .at mWn auch nicht..)

    Und dem wohl ein bissl widersprechend find ich es hin und wieder auch ohne Polizei ganz erfrischend: Dass Radfahrende eben nicht unbedingt Legitimation durch Polizeischutz rundum brauchen, um sich auf der Strasse bewegen zu koennen – ohne (im Idealfall) bedroht bis angefahren zu werden.

    Wieso sich die Polizei verabschiedet hat kann ich gar nicht verstehen (wertungsfrei). Mir scheint halt doch, dass die Polizei es als ihre Aufgabe, Verantwortung sieht, die CM zu begleiten. Drum kann ich mir ein „jetzt zeigens wir ihnen, wie es ohne uns ist!“ nicht so recht vorstellen.

    Freue mich ueber die rege Anteilnahme an der Diskussion hier. Laden wir doch alle noch mehr CM-TNinnen ein, daran teilzunehmen! : )

    Abend,
    S.

  34. @Grey Ghost

    Leider ist es nicht so einfach, wie du es schreibst, oder wie wir das gerne haben wollen 🙂

    Sym hat auf die meisten relevanten Aussagen von dir schon geantwortet.

    Darüber hinaus ist auch das Nebeneinanderfahren zu beachten. Schließlich sind wir nicht auf einer Trainigsfahrt 😉 und nur wenige mit einem Rennfahrrad unterwegs…
    Dh wir müssten „eigentlich“ hintereinander fahren!

    Nebenbei bemerkt, lest auch folgenden Artikel mal durch oder schreibt dort eure Meinungen hin:
    http://www.criticalmass.at/forum/topic/cm-gilt-nicht-als-nebenanderfahrengeschlossener-verband

  35. erst war ich traurig, weil ich wegen krankheit nicht mitfahren konnte.
    aber wenn ich das hier so lese, bekomm ich schon ein wenig angst.

    aber vielleicht wirds ja im jänner wieder besser. hatte mir vorgenommen, keine CM und kein fns aus zu lassen. 🙂

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