Tempo 30 für Wohngebiete?
Rund 700 Straßenkilometer in Wiener Wohngebieten sollen neu zu Tempo-30-Zonen umgestaltet werden. Die Kosten dafür sollen eine Million Euro betragen, berichtet die Gratiszeitung „Heute“.
In zwei Dritteln der Wiener Wohngebiete gilt laut dem Bericht bereits Tempo 30. Bis zum Jahr 2013 sollen nun auch die restlichen 33 Prozent dazukommen. Das gehe aus „internen Plänen der MA46“ (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) hervor, schreibt die Zeitung. Ausgenommen sollen nur Hauptverkehrsrouten wie zum Beispiel die Triester Straße bleiben.
Stadt soll größten Teil der Kosten übernehmen
Vorgesehen sind demnach zwei Ausbaustufen: Im kommenden Jahr sollen etwa in der Leopoldstadt die gesamten Grätzel um den Karmeliter- sowie Volkertmarkt zur 30er-Zone werden.In Floridsdorf sollen die Straßenzüge zwischen und rund um die Prager und Brünner Straße umgewandelt werden. Die 30er-Zonen in Donaustadt und Döbling sollen erst 2013 eingerichtet werden. Die Kosten sollen angeblich eine Million Euro ausmachen, die Stadt den größten Anteil davon übernehmen.
Im Koalitionsabkommen festgelegt
Hintergrund ist das Koalitionsabkommen zwischen SPÖ und Grünen. Darin wurde vereinbart, in Wohngebieten Tempo-30-Zonen auszuweiten. Dafür wurde eine Studie in Auftrag gegeben, um geeignete Straßenzüge zu ermitteln. Nun liegt das Ergebnis dieser kartographischen Erhebung vor. Das sei den Bezirken auch bereits übermittelt worden, hieß es dazu aus dem Büro der Grünen-Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou.In einer Aussendung betonte der Verkehrssprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch, dass die Tempo-30-Regelung ohnehin bereits in einem Großteil der Wohngebiete Wiens umgesetzt sei. Jetzt sollten die restlichen Wohnstraßen folgen. „Wir wollen damit eine Verbesserung der Lebensqualität durch weniger Lärm und Abgase und gleichzeitig eine Erhöhung der Verkehrssicherheit erreichen“, so Maresch. Jeder Verletzte oder Tote im Straßenverkehr sei einer zu viel. Die Stadt Wien werde einen Großteil der Kosten von einer Million Euro übernehmen. „Wir rechnen damit, dass die BezirksvorsteherInnen dieses Angebot annehmen“, so Maresch.
Tempo 30 für Wohngebiete?
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Posted 7 months ago #
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