Online-Petition: Ghostbikes müssen bleiben dürfen

DSC_6709.JPGLeider wurden am 2.3. 7 der derzeit 8 Ghostbikes in Wien entfernt. (siehe Artikel und Beitrag auf derstandard.at)

Wir laden ein und fordern auf, die folgende Onlinepetition zu untererzeichnen, um den Verbleib von Ghostbikes in Wien zu unterstützen und einzufordern.

Am 4.3. um 15h, also nach 24 Stunden, hatten 82 Menschen unterschrieben, am 6.3. warens 330, am 8.3. schon 374 und am 15.3. haben bereits über 500 Personen unterzeichnet und am 8.4 waren es über 600 !! Die 610 Unterschriften wurden am 8.4. dem Büro von Verkehrsstadtrat Schicker übergeben.

Die Petition ist nunmehr beendet und wir warten auf die Ergebnisse der Gespräche mit dem Stadtratbüro.

Onlinepetition: Ghostbikes müssen bleiben dürfen

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13 Responses to “Online-Petition: Ghostbikes müssen bleiben dürfen”


  • Die Ghostbikes sind ein Andenken an die Verstorbenen.
    Sie zeigen damit unseren Respekt, unsere Achtung und Liebe.
    Sie wollen bewusst zur Vorsicht und Verantwortung anregen, um in Gegenwart und Zukunft Menschenleben im Straßenverkehr zu retten.

    Lasst sie leben!

  • Steuerliche Begünstigung für RadfahrerInnen !!!
    Wir schonen die Umwelt und die Kranke(n)kassen nachhaltig,
    fressen Dreck ohne Ende (die Feinstaubmaske, bei der man auch unter voller Belastung noch Luft bekommt, wurde noch nicht erfunden),
    werden ignoriert, schikaniert oder einfach übersehen,
    und welcher offensichtliche NICHT-Radfahrer lässt Radwege im Winter streuen und Ghostbikes abmontieren? Beides kostet ünnötges Steuergeld.
    Wien ist so eine schöne Stadt, wird aber verkehrstechnisch immer unattraktiver.
    Mir ist das eigentlich eh wurscht, da ich seit über 30 Jahren hier pedaliere und weiss was ich tue. Ob das für andere, weniger geübte, auch so ist, bezweifle ich massiv.

  • Seit ich mich vor 12h eingetragen hab sind ca. 90 UnterzeichnerInenn dazugekommen – Wahnsinn!

    Dass ghost-bikes „bleiben dürfen“ sollten find ich auch, obwohl ich es anders formulieren würde. Man kann sich natürlich auch am Stil von Edith Klinger orientieren…

    Wäre es nicht naheliegend, dass die Verantwortlichen als erstes die abgeräumten Räder hergeben bzw. wieder aufstellen? Dann wäre die Einsicht der Verwaltung an der Reaktion ablesbar. Die Stadt Wien könnte von mir aus mit ihrer ganzen Medienmacht darüber berichten! Ich sehe schon den Artikel im VOR-MAgazin über die neueste Initiative Schickers zur Sicherheit nicht-motorisierter VerkehrsteilnehmerInnen! Die neuesten gewista-Plakate: Ghost & bike, Rad & Tote,

    So können wir uns schon auf Scheinzugeständnisse und Lippenbekenntnisse gefaßt machen. Wie letzten Herbst. Warum unterwerfen wir unsere Forderungen immer einer vorauseilenden Selbstzensur? Nur weil wir uns ausmalen können was in den Köpfen der Betonierer vorgeht, müssen wir uns nicht danach richten…

  • vorauseilende selbstzensur?

    wir sind doch nur realisten – im sinne des guten alten toten che natürlich.
    „seien wir realistisch, fordern wir das unmögliche!“
    😉
    hasta la bicicleta siempre!

  • Thomas Steinbichler

    lasst die Mahnmale stehen!

  • In den Medien werden die Ghostbikes derzeit durchgehend als „aktion der criticalmass“ oder als „aufgestellt von den aktivistinnen der criticalmass“ dargestellt.

    Ich glaube wir sollten hier mal darüber reden, ob das für alle cm-fahrerinnen ok so ist.

    weil eigentlich simmts ja so gar nicht. die ghostbike-aktionen werden zwar in ermangelung von anderen möglichkeiten hier auf der webseite dokumentiert und es gibt einige leute, die bei CM und ghostbikes sehr aktiv sind, aber generell ist CM einfach CM 🙂 und nicht CM + ghostbikes.

    aber vielleicht gibts cm-fahrerinnen, die ghostbikes gar ned so cool finden 😉 oder vielleicht kriegt die CM jetzt auch doppelt druck von der stadtverwaltung. drum sollte es zumindest die möglichkeit geben, das mal zu diskutieren.

    ich persönlich finde ghostbikes extrem super und ich finde auch dass die CM sich da durchaus sehr solidarisch erklären darf und finde es auch sehr wichtig, dass die ghostbikes webtechnisch hier mal ein zuhause haben und das auch in zukunft haben sollen !!

    diskutieren bitte nicht hier, sondern im forum :
    http://www.criticalmass.at/forum/topic/ghostbike-criticalmass-aktion

  • Ghostbikes sind ein wichtiger Bestandteil freier Meinungsäußerung. Sie sind für das Stadtbild und den Charakter Wiens ein wichtiger Ausgleichsfaktor zu so manchem öffentlichen Denkmal von Massenmördern auf Pferden oder antisemtischen Ex-Bürgermeistern.

  • In Wien ist immer alles anders. Jede Form der Irritation muss sofort entfernt werden. In Graz habe ich unlängst noch ein Ghostbike gesehen.

  • Yes, for ghostbikes!! und mahr Sicherheit den Radfahrern!

  • Ich hab‘ da eine Frage: Stellen Sie auch Mahnmale für „überradelte Fußgänger“ auf?
    Als Fußgängerin und Autofahrerin erlebe ich täglich die Intoleranz der lautlos rasenden Radfahrer gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmer.
    Für einen betagten Fußgänger kann ein Beinbruch lebensbedrohend sein!
    Die „stärkeren“ Verkehrsteilnehmer sind im Dauertreß, um Unfälle mit diesen regellos durch die Strassen saussenden Radler zu vermeiden.
    Die Ignoranz der beidseitigen Verletzlichkeit zu reduzieren wäre doch eine sinnvollere Aufgabe für Ihre Vereinigung, als um „Ghostbikes“ zu kämpfen.

  • liebe linde,

    nein. stellen wir nicht auf. Gibts auch kaum. RadfahrerInnen kommen im Strassenverkehr durch Autos ums Leben. Fussgänger auch. Nicht durch RadfahrerInnen.

    Ein Zusammenstoss mit einem Fahrrad ist einfach wesentlich ungefährlicher als mit einem Auto. Schon rein physikalisch: Viel weniger Masse, viel weniger Geschwindigkeit.

    Sonst bin ich ein bisschen enttäuscht, dass sie nur die herkömmlichen und falschen Stereotypen von „regellosen“ RadfahrerInnen zitieren. Auch hier gilt: Wenn eine regellose RadfahrerIn und eine regellose AutofahrerIn zusammenstossen, hat das Auto eine Delle und die RadfahrerIn ist vielleicht tot. Wie gerade im Herbst 2008 innerhalb von zwei Wochen drei mal in Wien passiert. (darum auch die Ghostbikes). Uns ist von keinen FussgängerInnen bekannt, die durch RadlerInnen ums Leben kamen.

    Und zum Dauerstress der bedauernswerten stärkeren VerkehrsteilnehmerInnen: Stellen sie sich meinen Stress als Radfahrer vor, wenn zum 4. mal am Tag sich direkt vor mir am Radstreifen eine Autotür öffnet. Der ist existentieller als Ihr Stress wegen der Delle.

    Darum nochmals die Fakten und die Realität:

    Autos töten FussgängerInnen und RadfahrerInnen. Rücksichtslose AutofahrerInnen sind viel gefährlicher als rücksichtlose RadfahrerInnen. Und viel viel häufiger. Stellen Sie sich eine viertel Stunde auf eine Kreuzung am Gürtel und zählen Sie die Autofahrer die bei Rot über die Ampel fahren und die RadfahrerInnen. Sie werden überrascht sein. Genauso wenn Sie sich auf eine Kreuzung Radweg/Strasse stellen und die Autos zählen, welche den RadlerInnen den Vorrgang nehmen.

    In einem Punkt aber gebe ich Ihnen recht: Dort wo FussgängerInnen und RadfahrerInnen durch eine verfehlte Verkehrspolitik auf einen geteilten Gehsteig gezwungen werden ist es für FussgängerInnen und RadfahrerInnen stressig. Darum sollten diese geteilten Radwege sofort abgeschafft werden.

    Aber wir freuen uns, dass Sie hier vorbeischauen und auch dass Sie Ihre Meinung kundtun und nachdenken. Dann haben Ghostbikes schon etwas bewirkt. Denken Sie daran: Ghostbikes stehen für reale Menschen, die von einem Auto getötet wurden. Die beiden letzten tödlichen Unfälle in Wien waren 2 über 60jährige RadlerInnen die am Radweg bzw. auf der Strasse von LKWs überrollt wurden, die beim Abbiegen, Rückwärtsfahren einfach nicht geschaut haben. Das hat nichts mit regellosen RadfahrerInnen zu tun. Diese Unterstellungs ist frech und pietätlos.

  • Ich würde da das Thema „Freie Religionsausübung“ bzw. die Behinderung derselben in die Diskussion mit den Verantwortlichen einbringen. Immerhin werden Gedenkkreuze an Unfallstellen auch nicht entfernt, oder? Daher mein Tipp: künftig den Ghostbikes deutlich sichtbar ein Kreuz verpassen (oder andere religiöse Symbole). Und sich auf den Artikel 9 der europäischen Menschenrechtskonvention berufen. Die Ghostbikes müssten schon die öffentliche Sicherheit oder Ordnung stören, um das Aufstellen untersagen zu können…

  • konsens mit der stadtverwaltung suchen

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